Geistesblitze

Veröffentlicht: 18/07/2013 in Tagebuch

Geistesblitze, unerwartete Erkenntnisse, plötzliche Eingebungen, spontane innere Bilder, gehören für mich zum Interessantesten und Faszinierendsten, was Herz und Hirn zu bieten haben. 
Meist ereignen sie sich in völlig banalen Situationen und haben enorm erhellende Intensität.

Gerade heute, als ich auf einem Feldweg vom Garten nachhause unterwegs war, kam mir ein Jogger entgegen, der wohl schon einiges an Wegstrecke hinter sich hatte. Er war völlig verschwitzt und in seinen Augen war eine Mischung aus Müdigkeit und starkem Ehrgeiz zu erkennen.
Die Begegnung dauerte nur weinige Sekunden. Als er an mir vorbei getrabt war, traf mich dieser Geistesblitz, den ich hier kurz beschreiben möchte:

Körper und und das eigene Selbstbild sind sich absolut fremd. Sie leben in komplett unterschiedlichen Welten. Das Selbstbild, das auch Ego genannt wird, ist ungeheuer stark und es überstrahlt die Intuition und es überstrahlt die Sprache des Körpers.
Es ist faszinierend, mit welch zäher Ausdauer der Körper ungehört und oft unbeachtet überleben kann! Er ist ein wirklich zähes Wesen!
Es ist ebenso faszinierend, dass wir Menschen trotz der autoritären Dominanz unseres Selbstbildes, manchmal doch noch einen Teil des von unserer Seele vorgegebenen Weges und ihrer Bestimmung zu verwirklichen imstande sind.
Sehr radikal formuliert ist das Selbstbild eine Art „geistiger Krebs“, der ein Eigenleben führt und auf die Kraftreserven des Körpers angewiesen ist und diese nicht selten aufbraucht.

Die Aura des Joggers vermittelte mir die krasse Trennung des Körpers vom Selbstbild. Sie vermittelte mir die Unvereinbarkeit zweier Welten.
Das Selbstbild erzeugt die Trennung von der Realität, die für ebendieses Selbstbild unerträglich ist, denn in der Erkenntnis wahrhaftiger Realität hat ein Selbstbild weder Bestand, noch irgendwelche Bedeutung.

Das Selbstbild ist, wiederum radikal formuliert, das Gegenteil der Realität.

Je klarer mir wird, dass Glück ausschließlich in mir selbst zu finden ist und je weniger ich es im Außen suche, desto mehr Glück entsteht für mich im Außen.
Die schönen Dinge sind tatsächlich nicht aus sich selbst heraus schön, sondern Interpretationen meines augenblicklichen inneren Zustands.

Je glücklicher ich mich fühle, um so mehr schönen Dingen begegne ich.

Glück im Außen zu suchen, ist wie der Versuch, ein Fass ohne Boden zu füllen. Es wird nie voll und verlangt nach immer mehr.

Spontane Gedanken zu „Ego“….

Veröffentlicht: 13/01/2013 in Tagebuch

ego-shooter

„Ego“ ist ein höchst raffinierter Aspekt des Denkens. Nur Ego kann sich dafür entscheiden, sich selbst abzulehnen, zu bekämpfen und zu zerschlagen, um überleben zu können.

Indem es sich ablehnt, bekämpft und vorgibt sich zu zerschlagen, erhält es die Vorstellung voneinander getrennter und gegeneinander kämpfender Dinge und Formen aufrecht und geht gestärkt aus diesem Scheinkonflikt hervor.

Liebe verbindet sich…

Veröffentlicht: 04/11/2012 in Tagebuch
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Liebe verbindet sich mit dem, was die Wesen in ihrem Kern WIRKLICH SIND.
Liebe erkennt den Kern.

Liebe gibt nicht dem Bedeutung, was die Wesen offensichtlich TUN.

Leichtigkeit

Veröffentlicht: 04/11/2012 in Tagebuch

Einfach darf es sein!
Denken macht ganz schnell schwer und kompliziert, vor allem, wenn man sich unbemerkt mit den Bedeutungen der Dinge und Geschehnisse identifiziert.
Es ist leicht!!
Ich bin dankbar für Leichtigkeit. Es ist ein Hauch Glückseligkeit.

Ein frappierendes System…

Veröffentlicht: 03/11/2012 in Tagebuch

Ist es nicht ein beeindruckendes Konstrukt, dass der rationale Verstand lediglich mit der Vergangenheit hantiert, weil er ausschließlich Zugriff auf die Erinnerung an die Erfahrungen seiner persönlichen Geschichte hat?
Alles Neue, das jeden Augenblick geschieht, vergleicht der Verstand mit Inhalten aus seiner Erinnerung und gewährt es nur Gleichartigem hinzugefügt zu werden. Nicht Passendem verwehrt er den Zutritt. Er empfindet Neues als feindlich und gefährlich für seine Ordnung.

Durch dieses Muster weist die Evolution dem „Gruppentier“ Mensch seinen festen Platz unter Seinesgleichen zu.
Er übernimmt Traditionen der Gruppe, an denen er sein Denken und Handeln orientiert.
Er erinnert, wiederholt, festigt und trainiert einmal erlerntes Denken und Handeln und definiert dadurch seinen unverrückbaren Platz in dieser Welt.

Eingesponnen in diesen persönlichen Kokon, den er an vielen Berührungsstellen mit Seinesgleichen teilt, konnte er erst in die Lage kommen, seine tiefe Verbindung mit allem Lebendigen in dieser Welt in Vergessenheit geraten zu lassen.
Von da an lebte er in einer eigenen, kleinen, abgetrennten Welt, in der sich für ihn die bekannten Ereignisse stetig wiederholen.

Unüberlegtes Tun

Veröffentlicht: 07/10/2012 in Tagebuch

Inspiriert durch einen Abschnitt aus dem Buch „Gespräche mit Gott“ von N.D. Walsch:

Unüberlegtes Handeln ist einerseits spontan und oft intuitiv. Andererseits hat es keinen guten Ruf.
Wie oft hört man warnende Sätze wie:“Handle nicht unüberlegt!“ oder „Überlege dir das gut!“ oder „Sei nicht so kopflos!„?

Nehme ich die Warnungen ernst, gebe ich meinem gewohnten Denken wieder die Macht über mein Handeln.
Sehr oft ist gewohntes Denken von Angst gesteuert, denn es beinhaltet die Szenarien unerwünschter Konsequenzen und fast immer hat diese Angst ihren Ursprung in den ängstlichen Gedanken Anderer, auf deren Urteil ich mich immer bewusst oder unbewusst verlassen habe.
Ebenso oft dürfte mein gewohntes Denken unbewusst auch dem manipulativen Denken derer folgen, die von mir ein bestimmtes Verhalten erwarten.

Handle ich dann aus gewohntem Denken nicht irrtümlich im Glauben eigene Entscheidungen zu treffen? Sind dann meine Entscheidungen nicht eher die vorweggenommenen Entscheidungen Anderer, ohne dass ich es weiß?
Wem gestatte ich in dieser Weise mein Handeln zu kontrollieren? TV-Sendern mit Nachrichten, Werbung, Soaps? Politikern? Religiösen Eiferern?

Wie viel dessen, was ich tagsüber denke, sind meine eigenen Gedanken und wie viel davon sind vorgefertigte, mir unbewusst implantierte Gedanken?

Dazu passt dieses Zitat sehr gut: „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“

Was würde geschehen, wenn ich mein Handeln nicht der Angst überlasse?
Wie würde sich diese Welt entwickeln, wenn immer mehr Menschen immer weniger ihrem gewohnten, angstbesetzten Denken folgten?

Gedankenspieler

Veröffentlicht: 10/06/2012 in Tagebuch

Sind Gedanken ausschließlich Ausdruck der Aktivität menschlichen Geistes oder sind sie ein zeitloses, von einem Denker unabhängiges, zeit- und grenzenloses Meer aus unerschöpflichen Möglichkeiten?

Ist menschlicher Geist lediglich ein Empfänger, dessen Aktivität sich auf das Filtern bestimmter Gedankenmuster beschränkt?

Kommen Wissen und Erkenntnisse als Erfahrung allein dadurch ans Licht, indem ein Geist sich irgendwann ihrer bewusst wird? Sind alle nur möglichen Ereignisse vom Anbeginn der Zeit bereits als Ideen vorhanden und warten nur darauf, dass ein Geist sich endlich für sie öffnet?
Ist Zeit deshalb eine Illusion, weil die Geschehnisse der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft unabhängig von Zeit schon immer als Ideen existierten und ensteht Zeit für den Verstand in der Folge erst dann, wenn er Geschehnisse und Erkenntnisse in der Reihenfolge ihrer Erfahrung ordnet?

Insofern ist die Ebene der Zeit für das Denken dennoch eine reale, wenn auch bruchstückhafte, Dimension. Auf der Ebene der Zeit sind nur die Teile einer möglichen Welt sichtbar, die vom Verstand „erkannt“ werden! Außerhalb der Erkenntnisfähigkeit des Verstandes haben die von ihm konstruierten Abschnitte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft keine Bedeutung. Sie verschmelzen zu einem zeitlosen Jetzt.

Wünsche

Veröffentlicht: 29/05/2012 in Heilung, Tagebuch

Wünsche, die aus dem Ego kommen und mit Gier, Geltungsbedürfnis, Stolz und Angst verbunden sind, gehen nur durch Kampf und mit Opfern in Erfüllung und hinterlassen bald danach ein Gefühl der Unerfülltheit.
Wünsche die aus dem Herzen kommen und dabei eine bildhaft fried- und liebevolle Stimmung erzeugen und nicht exklusiv sind (also andere nicht ausschließen), gehen von selbst in Erfüllung. Das sind Momente, in denen man beginnt, an Wunder zu glauben.

Alte Glaubenssätze auflösen

Veröffentlicht: 28/05/2012 in Heilung, Tagebuch, Zitate

„Den Engeln hat man die Flügel abgenommen, weil sie den innigsten Wunsch hatten Menschen zu sein.“
Damit beginnt ein Film (2009) von Giselle J. Camenisch, in dem sie den Geistheiler Gerhard Klügl bei seiner Arbeit als Aura-Chirurg begleitet.

„Der Mensch hat mit jedem Leben in jeder Ecke der Welt gesucht, weil er den innigsten Wunsch hatte, seine Flügel wieder zu finden.“
Damit endet der Film, der zum Ausdruck bringen möchte, dass wir Menschen grenzenloses Potential besitzen, das nur von unseren Glaubenssätzen und Überzeugungen begrenzt werden kann.

Das folgende Zitat aus dem Filmbeitrag hat mich sehr berührt:

„Hiermit löse ich mich von allen in der Vergangenheit geleisteten Eiden und Gelübden:

 

Der Armut

Der Keuschheit

Der Fahneneide

Der ewigen Rache

Des ewigen Schweigens

Der ewigen Verdammung

Der Selbstkasteiung

Der ewigen Bindung an Personen und Organisationen

Sowie

Auch von allen anderen hier ungenannten

Gelübden und Eiden

Und bin jetzt frei

Für die Fülle und den göttlichen Segen des Universums

 

Gleichzeitig segne ich mich selbst und alle Anderen,

die bei der Leistung

dieser Eide und Gelübde beteiligt waren.

 

So sei es.“

Link zum Film: ICH BIN EIN WELTENMENSCH – Heilen in der Aura

Kampf?

Veröffentlicht: 10/05/2012 in Tagebuch

Nach einer Meditation kamen mir spontan folgende Gedanken in den Sinn:

Kampf gegen Andere oder gegen Situationen ist immer der Kampf des eigenen Ego mit sich selbst.

Blumenlachen

Veröffentlicht: 08/05/2012 in Tagebuch

Nach einer abendlichen Meditation fiel mein Blick auf eine Blume, die bei uns am Fenster steht.
Ich hatte das Gefühl, sie sei glücklich und lächelte mir zu.  Ich lächelte zurück und hatte in diesem Moment die Gewissheit, dass Blumen immer glücklich sind!

Warum? Weil ihr ganzes Wesen bis zur letzten Zelle von Hingabe an die Schöpfung erfüllt ist. Sie sind vollständig davon erfüllt, weil sie zu keinem einzigen Augenblick ihres Daseins der Schöpfung gegenüber stehen, sondern selbst Schöpfung sind.

Was sollte sie bedrohen? Worüber sollten sie sich sorgen, wenn sie doch selbst zeitlose und sich immer wieder erneuernde Schöpfung sind?

Blumenlachen ist reinstes Glück ohne jegliche Furcht und Sorge.
Ganz gleich was geschieht, es ist der Weg der Schöpfung, die sie selbst sind.

Du bist die Welt….

Veröffentlicht: 26/04/2012 in Tagebuch

„Du bist die Welt““, ist ein Statement, das man mittlerweile aus vielen Mündern hören kann.

Wenn ich es höre, denke ich an Jiddu Krishnamurti, der diesen kurzen Satz bereits vor über dreißig Jahren mit großer Wichtigkeit und seiner ihm eigenen Art des überzeugten Nachdrucks gegenüber seinen Zuhörern formulierte.
Er spielte darauf an, dass sich die Wesenheit Mensch zwar aus Milliarden von Individuen zusammensetzt, im Grunde aber ein Wesen ist.

Welche Bedeutung könnte diese Einsicht – sofern man sie als richtig akzeptieren mag – für uns alle haben?

Ganz sicher kann es bedeuten, dass alle Eigenarten und Wesenszüge aller Individuen, in jedem Individuum in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sind.

  • Das würde bedeuten, dass ich ein Urteil, das ich über ein anderes Individuum fälle, im selben Moment auch über mich selbst fälle.
  • Es würde ebenso bedeuten, dass alle Unterschiede, die ich zwischen mir und anderen Menschen erkenne, keine grundlegenden Unterschiede sind, sondern nur der Ausdruck unterschiedlicher Ausprägungen.
  • Es würde bedeuten, dass mir Menschen, die ich verurteile, einen Spiegel für mich selbst darstellen, in dem ich meine eigenen und bisher vielleicht unentdeckten und ungeliebten Anteile erkennen kann.

Spontane Gedanken zu „Frieden“

Veröffentlicht: 21/02/2012 in Tagebuch

Ich habe gelesen, dass Kosmos und  belebte Natur auf Ausgleich und Gleichgewicht bedacht sind.
Was man am Himmel und auf der Erde betrachten kann, sind sich selbst erhaltende Systeme, die durch Ausgleich und Gleichgewicht der in ihnen und auf sie einwirkenden Kräfte entstanden sind und solange erhalten bleiben, wie Gleichgewicht vorhanden ist.

Geraten die Kräfte aus dem Gleichgewicht, weil kein Ausgleich möglich ist, zerfallen diese Systeme.
Auf körperlicher Ebene ist Verlust des Gleichgewichts gleichbedeutend mit Krankheit, also Disharmonie oder Unfrieden.

Betrachtet man die Gesamtheit der Menschheit als übergeordnetes körperliches System, ist dessen Gesundheit, Harmonie und Frieden ebenso von Ausgleich und Gleichgewicht abhängig.

Es dürfte nicht überzogen sein, krisenhafte Ereignisse auf der Ebene der Gesamtheit der Menschheit mit dem Krankheitsgeschehen bei einem einzelnen Menschen zu vergleichen.
Klassische Schulmediziner haben gelernt, die Symptome zu behandeln und bakterielle oder viruelle Störenfriede zu bekämpfen.

Ich vermute, es war der Chemiker und Bakteriologe Louis Pasteur, der sagte, es sei nicht in erster Linie der Keim verantwortlich für Krankheit, sondern das Milieu, das er vorfindet.

Ein Mensch, der durch vernünftige Lebensweise auf Ausgleich und Gleichgewicht seiner Kräfte achtet, wird einem eindringenden Keim kein wehrloses Milieu bieten.
Bringt ein Mensch seinen Kräftehaushalt ins Ungleichgewicht, schwächt er sein Immunsystem und Keime treffen auf ein angreifbares körperliches Milieu.

Ein geschwächtes und angreifbares Milieu auf der Ebene der Gesamtmenschheit wäre dann ein System, dessen Ungleichgewicht sich in Symptomen wie Kriegen und Krisen zeigt.

Sehr gut könnte man in dieser gesamtmenschlichen Betrachtung  die Störenfriede in Gruppierungen von Individuen sehen, die sich – wie Bakterien und Viren im einzelnen Organismus – vermehren und von den Kräften des gesamten Organismus zehren und diesen schwächen. Sie tun dies, um ihr eigenes Überleben zu sichern.
Man könnte auch sagen:  sie tun dies, um ihre eigene Aufgabe und Bestimmung – ihre „Idee“ – zu erfüllen, die allerdings nicht im Interesse des Gesamtorganismus ist.

Nimmt man als richtig an, dass nicht Keime, sondern das Milieu über Gesundheit oder Krankheit entscheiden, dann spielten Eindringlinge eine nur untergeordnete Rolle.

Ein gut funktionierender – individueller oder gesamtmenschlicher – Organismus ist im Gleichgewicht und alle „Zellen“ arbeiten im Sinne von Harmonie und Frieden des Ganzen.

Sind die „Zellen“, für die im gesamtmenschlichen Organismus die Individuen stehen, an der Gesundheit des Ganzen interessiert? Haben sie das Wohl des Ganzen im Blick und sind auf Ausgleich bedacht?
Oder arbeiten sie nicht im Sinne des Ganzen zusammen und bieten Eindringlingen damit ein geschwächtes und angreifbares Milieu?

Noch prägnanter wird der Vergleich, wenn man sich das Krankheitsgeschehen des Krebses vor Augen führt:
Einzelne Zellverbände beginnen mit ungebremstem Wachstum ein Eigenleben zu führen. Sie bilden ein in sich geschlossenes System, das den Rest des Organismus auszehrt.

Man liest heutzutage sehr oft, dass Krebs eine starke psychische Komponente hat, durch die das Milieu des Körpers anfällig für die Krankheit wird.

Ich erinnere mich an die Vorträge Jiddu Krishnamurti’s, in denen er die Problematik menschlichen Unfriedens sehr oft auf eine kollektive Ebene hob.

Welche kollektiven Gedanken- und Verhaltensmuster sind es, die der kollektiven Krankheit der Menschheit den Weg ebnen?

Sind es Urteil, Ablehnung, Abgrenzung und vor allem Angst, die zuerst bei einem selbst Unfrieden stiften und sich über die Ebenen des eigenen Umfeldes, immer weiter nach außen fortsetzen?

Könnte es sein, dass es einer Ablehnung, eines Urteils und einer Abgrenzung von und über die gesamte Menschheit entspricht, wenn Abgrenzung, Ablehnung und Urteil im persönlichen Umfeld zum gewohnten Alltag gehören und sind diese Faktoren womöglich entscheidend darüber, ob krank machende Eindringlinge Fuß fassen können oder nicht?

Spontane Gedanken zu „Ende der Welt“

Veröffentlicht: 14/01/2012 in Tagebuch

Kann es eine Betrachtung geben, in der das Ende der Welt, wie es als Prophezeiung aus dem endenden Maya-Kalender heraus gelesen wird, zu einer willkommenen Vorausschau auf dieses Jahr 2012 wird?

Ich denke, es gibt sie.

„Welt“ ist das, was ich denke und wie ich betrachte. In entsprechender Weise gestaltet sich die menschliche Schöpfung. Sie kann gar nicht anders.

Das „Ende der Welt“ ist das Ende einer Denk- und Betrachtungsweise, die sich jahrhundertelang in der kollektiven menschlichen Vorstellungswelt halten konnte und ihren Abdruck in der Folge als gestaltete Wirklichkeit wiederholt durch die Jahrhunderte in Dingen und Verhältnissen hinterließ.

Verändert sich die Denk- und Betrachtungsweise, geht die gewohnte Welt zu Ende und eine neue Welt entsteht.

 

Eine Affirmation dazu: https://spiritualday.wordpress.com/2010/12/06/achte-auf-deine-gedanken/

Prozesse, die sich auf individueller körperlicher und seelischer Ebene abspielen, wiederholen sich zeitversetzt auf kollektiver Ebene.

Ist das zu bezweifeln oder gar zu widerlegen?

Wiederholen sich – im Umkehrschluss – Prozesse, die sich auf kollektiver Ebene abspielen, nicht auch auf individueller körperlicher und seelischer Ebene?

Als Zivilisationskrankheiten bezeichnet man Krankheitserscheinungen, die im Bereich einer bestimmten Zivilisation gehäuft auftreten.

Macht eine Zivilisation, in der bestimmte allgemein gültige Denkstrukturen und  -muster herrschen, die Individuen krank oder sind es die Individuen, die ihre Umwelt krank machen?

Ich denke, es ist irgendwann eine beiderseitige Wechselwirkung.
Am Anfang, so denke ich, steht das Individuum, das krankmachende Gewohnheiten und Denkstrukturen annimmt und diese auf andere Individuen und schließlich auf das Kollektiv überträgt. Danach wirkt das Kollektiv als zusätzlicher Beschleuniger der Entwicklung, wodurch ein sich selbst erhaltendes System entsteht. Das Individuum empfindet sich als getrennt vom System und meist als dessen Opfer.

Wenn dieser Denkansatz richtig ist, dann geht alle Entwicklung vom Individuum aus.

Wenn dieser Denkansatz richtig ist, dann bin ich – als Individuum – der ursprüngliche (Mit-)Schöpfer des Kollektivs, dessen verstärkende Wirkung ich wieder empfange.
Was ich säe, ernte ich in komplexerer und verstärkter Form.

Macht es dann Sinn, das Kollektiv ändern zu wollen?

Spontane Gedanken zu „Freiheit“

Veröffentlicht: 23/12/2011 in Tagebuch
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„Ohne deine Vergangenheit bist du augenblicklich frei!“, hatte jemand gesagt und obwohl es zunächst sehr theoretisch anmutet, ist es auf den zweiten Blick doch absolut richtig.

Ist es denn aber überhaupt möglich, sich von seiner Vergangenheit zu befreien, wenn das Leben in der materiellen Welt ganz und gar auf Vergangenheit aufbaut. Könnten die Körper der Wesen überleben und sich entwickeln, wenn sie nicht lernen und auf Erfahrungen zurückgreifen könnten und sich auf diese Weise der Vergangenheit bedienten?

Wenn Freiheit eine Grundvoraussetzung für Frieden, Liebe und Glücklichsein ist, dann kann es kein Zufall sein, dass die Weisen aller Zeiten der Erfahrung von Gegenwärtigkeit so viel Wichtigkeit beimaßen und dies auch heute nachdrücklich tun.
Selbst Zukunft spielte für sie nie eine Rolle, da sie nichts weiter ist, als die Projektion der Vergangenheit.

Will mein Organismus, der so vom Hilfsmittel Vergangenheit abhängig sind, überhaupt Freiheit zulassen?
Freiwillig tut er es nicht. Verstand läuft der Gegenwart hinterher und bewegt sich bekanntermaßen ausschließlich in der Vergangenheit. Mit der reinen Gegenwart kann er nichts anfangen, weil ihm dort die Bezüge und Verknüpfungen zu vergangenen Erfahrungen und Lerninhalten fehlen. In der Gegenwart fühlt er sich ganz und gar unsicher.
Auch meine Zellen können nur überleben, weil sie sich an ihre Aufgaben erinnern und sich durch Erfahrungen an neue Gegebenheiten anpassen. Insofern ist Körperlichkeit immer von einem großen Stück Unfreiheit geprägt.

Für den Verstand bedeutet Gegenwart Unsicherheit. Für das Herz bedeutet Gegenwart Freiheit.

Vielleicht hat Freiheit gar nichts mit äußeren Umständen zu tun, sondern nur damit, wie ich die Umstände betrachte?
Freiheit bedeutet, eine Wahl zu haben.

Tatsächlich habe ich die Wahl, mich selbst und alle Dinge und Wesen mit meinem Herzen wahrzunehmen und für diese Momente die Freiheit der Gegenwärtigkeit zu erleben und Vergangenheit als ein Bündel aus Gedankenformen zu akzeptieren.
In diesen gegenwärtigen Momenten kommen die Kinder der Freiheit ans Licht: Frieden, Liebe und Glücklichsein.

Ich bin nicht mein Körper

Veröffentlicht: 18/12/2011 in Tagebuch
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Häufige Praxis meditativer Techniken lässt eine neue Selbst-Erfahrung entstehen.
Irgendwann ereignen sich die in immer kürzeren Abständen erfolgenden Momente der Selbstwahrnehmung auch außerhalb der Meditationsübungen.

Es sind vor allem ganz alltägliche Momente, während derer man nicht an Meditation „denkt“, sondern während derer sich das Gehirn durch die vorangegangenen Zeiten der Übung in einen entspannten Zustand der Beobachtung begibt und die neue Selbst-Erfahrung möglich werden lässt.

Es sind Momente, die des Urteils entbehren, und die keinen Raum für Vergleich lassen.

Es sind Momente, die einem Fingerzeig gleichen und auf das deuten, was zweifellos wirklich ist.

Es sind Momente, in denen Gedanken sich kampflos aus der Umklammerung der Identifikation lösen und ungebunden und frei wie Vögel am Himmel betrachtet werden.

Es sind Momente, in denen Dinglichkeiten lediglich verspielte Formen einer großen, göttlichen Bewegung sind, die nichts ausschließt und in der die Trennung der Dinge voneinander ein erinnerter Gedanke an einen surrealen Traum ist.

Es sind Momente, in denen eine Problem lediglich die nicht hinterfragte und unbezweifelte Identifikation mit rivalisierenden Gedanken ist.

Das „Ich“ setzt sich aus identifizierten Gedanken zusammen und es sucht unaufhörlich nach weiteren Gedanken, die zu ihm passen und die es nähren und stärken.

Der Körper ist ein Muster, das auf die unbegrenzten Möglichkeiten göttlicher Schaffenskraft zurückführt, die in jedem Wesen vorhanden ist.
Göttliche Schaffenskraft ist der unerschöpfliche Reichtum an freien Gedanken, die von bedingungsloser Liebe beseelt sind.

Laut Gesetz ist es ein Vergehen, jemandem, der in Not geraten ist, Hilfe zu verweigern.
Verletzt man dieses Gesetz, wird der Gesetzgeber zum Strafenden.

Übertritt man Verbote oder widersetzt sich Geboten, die in der Bibel oder einem anderen Leitfaden religiöser Gemeinschaften definiert sind, wird – so sagt man –  ein Gott zum Strafenden.

Was den strafenden Gesetzgeber angeht, sind die Verhältnisse klar. Hier agieren und reagieren Menschen untereinander auf der Grundlage von Abmachungen. Es ist eine Kontrollinstanz.

Eine Gottesstrafe erscheint dabei eher als die Übertragung einer menschlichen Reaktion auf eine andere – nämlich göttliche – Instanz zu sein. Dem Göttlichen wird demnach unterstellt, wie ein Mensch zu reagieren.

Möglicherweise glaubte man in sehr früher Zeit tatsächlich an einen strafenden und gar rachsüchtigen Gott. Später wurde die Gottesstrafe bekanntlich zu einem probaten Mittel für den Klerus, andere Menschen zu kontrollieren.

Was aber steckt tatsächlich hinter christlicher „Nächstenliebe“ und den Konsequenzen von Himmel und Hölle?

Betrachtet man die Schöpfung, so kann man an ihr einige in ihnen wirkende Prinzipien erkennen:

Da ist das Prinzip des Wachstums, das in allen lebenden Formen wirkt. Weiter sind da die Prinzipien der Nahrung, der Pflege, der Bedürfniserfüllung, der Heilung und des Schutzes.
In allen lebendigen Wesen wirkt eine Kraft, die diese Prinzipien erfüllt.
Man kann diese Kraft durchaus Liebe nennen. Eine Mutter verkörpert für ihr Kind in kaum klarer erkennbarer Weise diese Liebeskraft. Eine Mutter verkörpert die prinzipielle Wirkungsweise der Schöpfung.

So gesehen, ist Mutterliebe eine Form der Nächstenliebe par excellence.
Eine Mutter sorgt dafür, dass der sich immer wieder erneuernde (göttliche) Kraftfluss in Bewegung bleibt.

Ebenso, wie ein Mutter für ihr Kind sorgt, so sorgt Mutter Erde für ihre Kinder, indem sie deren Körpern die Fähigkeit zum Wachstum, der Pflege, der Nahrung, der Heilung, Bedürfniserfüllung und des Schutzes zur Verfügung stellt.

Betrachte ich diese (göttliche) Kraft (der Liebe), die sich durch die genannten Prinzipien äußert, als nicht nur auf Mütter oder die Erde bezogen, sondern als grundsätzlichen Leitfaden für alle Menschen, dann kann ich daraus folgern, dass dadurch der (göttliche) Kraftfluss für mich und alle anderen Wesen erhalten bleibt und für alle gesorgt ist, weil der Kraftfluss nicht linear ist, sondern in einem Kreislauf funktioniert.

Unterbreche ich den Kraftfluss, indem ich die Prinzipien verletze, unterbreche ich den Kraftfluss letzten Endes auch für mich selbst, da ich Teil des Ganzen bin.

Der Unterbrechung des Kraftflusses durch mich, folgt demnach keine „Strafe“ Gottes, sondern die Unterbrechung ist lediglich eine Ursache, auf die eine irgendwann für mich selbst spürbare Wirkung folgen wird.

Wende ich die Prinzipien des Lebens auf alles an, was ich denke und tue, kehrt die Kraft immer wieder zu mir selbst zurück.

Vielleicht kann man sagen, dass Nächstenliebe die ursprünglichste Form der Selbsthilfe ist.

Der innere, leere Raum

Veröffentlicht: 06/11/2011 in Tagebuch

Lenke ich mein Bewusstsein auf den inneren Raum hinter meinen Gedanken, Vorstellungen, Erinnerungen und Gefühlen und lasse ich die Interpretation meines Verstandes zu allen Objekten als flüchtige innere Bewegung unberührt vorüberziehen, beginnt sich Wahrnehmung zu einer wunderbaren Freiheit und Leichtigkeit zu entfalten.

Mit „Objekten“ meine ich sowohl feste und greifbare, körperliche, äußere Objekte, als auch gedankliche und emotionale, innere Objekte. Beides, feste Dinge, als auch Gedanken, sind manifeste Formen.

Aus der Perspektive des inneren, leeren Raums sind die genannten Objekte ebenso vorhanden, aber sie unterliegen nicht der Hierarchie und Bedeutung, in die sie der Verstand des geläufigen Tagesbewusstseins zwingt.

Hierarchie und Bedeutung machen Objekte zu guten oder schlechten Objekten und zu mehr oder weniger geliebten Dingen, Gedanken oder Gefühlen.

Aus der Perspektive des inneren, leeren Raums sind sie einfach da, ohne dass ich in einer bestimmten räumlichen oder bewertenden Beziehung zu ihnen stehe. Sie sind gleichwertig und doch vielfältig und aus dem selben Stoff in unterschiedlicher Konzentration und in unterschiedlicher Schwingung.

Ich selbst, als formloser Beobachter, bin die Wahrnehmung all dessen, was ist.

Die heilige Dreifaltigkeit

Veröffentlicht: 31/10/2011 in Tagebuch
In seinem Buch „Gespräche mit Gott“, geht Neale Donald Walsch darauf ein, was „Heilige Dreifaltigkeit“ in den Worten der heutigen Sprache bedeutet.

Er setzt sie aus den folgenden drei Begriffen zusammen:

– wissend
– erfahrend
– seiend 

Wissend ist die körperlose, göttliche Instanz, in der es keine Gegensätze gibt. Hier ereignet sich keine Erfahrung. Es ist reines Wissen. Reiner Geist.

Erfahrend ist jede körperhafte Ausdrucksform des Göttlichen (Ding, Pflanze, Tier, Mensch). Da sie in ihrer Körperhaftigkeit den Gesetzmäßigkeiten des Materiellen unterworfen ist, erfährt sie sich im Spannungsfeld von Gegensätzen.

Seiend wird die körperhafte Ausdrucksform des Göttlichen, sobald sie das Wissen um ihre Göttlichkeit durch Erfahrung kennen gelernt hat.
Sie kann ihre Göttlichkeit aber nur dadurch kennen lernen, indem sie zunächst durch Irrtum (Leid) erfährt, was sie nicht ist.

Das Seiende ist also das Ergebnis im Prozess des Wiedererkennens.

Interpretation:

Ich finde das ungeheuer spannend, da Wissen sich nur an Begrifflichkeiten orientiert, ohne dass dieses Wissen durch entsprechende Erfahrung lebendig wird.

Bewusstsein könnte als Bereitschaft beschrieben werden, durch aufmerksame Betrachtung vom begrifflichen Wissen zur Erfahrung über zu gehen und dadurch die eigene, innerste (göttliche) Essenz (zunächst) über den Weg des Irrtums zu erfahren.

Die Illusion des Ego ist solch ein Irrtum, der unausweichlich mit Leid verbunden ist.
Akzeptiere ich Ego vollkommen als unvermeidbare Folge in der Dimension des Materiellen, der jedes Ding und jedes Wesen unterworfen sein muss, bin ich als beobachtendes Bewusstsein nicht mehr damit identifiziert.

Das reine (intellektuelle) Wissen um die Funktionsweise des Ego reicht aber nicht aus.
Es gibt nur die eine Möglichkeit, durch aufmerksame und nicht Partei ergreifende Beobachtung die Funktionsweise des Ego zu erfahren, um es als Gedankenkonstrukt zu entlarven und dadurch zu wissen, dass ich es nicht bin.

Die Instanz Bewusstsein (der unbeteiligte Beobachter) entpuppt sich als reiner Geist, der durch Erfahrung zum Wissenden wird.

Spontane Gedanken über „Veränderung“

Veröffentlicht: 29/10/2011 in Tagebuch

Der eingeschränkte Tunnelblick eines mechanistischen Weltbildes verdammt dazu, immerzu nur die Ergebnisse dessen verbiegen und verändern zu wollen, was dem Blick durch diese Beschränkung verloren ging.

Wenn ich ein geistiges Wesen bin, das zurzeit eine menschlich-körperliche Erfahrung auf dieser Erde macht, dann ist das Geistige im Komplex des Daseins die wahre Essenz, das eigentlich Lebendige.

Das menschlich-Körperliche ist das Ergebnis des Geistigen.

Meine Erfahrungen bestätigen mir immer wieder, dass Gefühle, Gedanken und innere Bilder, welche Resonanz im Körperlichen erzeugen, die wahren Baumeister alles Materiellen sind.

Veränderungen haben ihren Ursprung in meiner inneren Welt.

Der Gedanken-Kreisel

Veröffentlicht: 29/10/2011 in Tagebuch

Gedankengebäude sind wie Kreisel.
Sie bleiben so lange als Objekte stabil, wie ausreichend Energie vorhanden ist, die ihre Bewegung aufrecht erhält.

Oft weiß der Denker nicht, dass er die Gedankengebilde nährt, die für ihn immer wieder sich ähnelnde Realitäten erzeugen.

Liebe auf Physikalisch

Veröffentlicht: 19/10/2011 in Tagebuch

Spricht man über Liebe, denkt man an Emotionen, an Gefühle und man tröstet sich in grauen Momenten damit, dass Liebe die Kraft ist, die alles heilt und ordnet.

Was steckt hinter der Liebe? Was ist sie für eine Kraft? Oder ist sie so etwas wie eine Lebenseinstellung?

Aus einem spontanen Gedanken, wie ich sie oft aus heiterem Himmel bekomme, will ich mich mal aus einer anderen Richtung der Liebe zuwenden:

Hört man Physikern zu, dann weiß man hinterher, dass es Systeme gibt, die bestrebt sind, ihre Ordnung selbsttätig aufrecht zu erhalten.
Dazu kann man bei den makroskopischen Systemen aus Himmelskörpern beginnen und über die biologischen Systeme irdischer Lebewesen bis zu den mikroskopischen Systemen der molekularen Welt gehen.
Alle haben sie irgendwann in sich selbst den Kräfteausgleich gefunden, der ihnen stabile, zyklische Bewegungen garantiert.

Die Erde kreist um die Sonne, der Mond um die Erde. Die Elektronen kreisen um die Atome, das Blut der Lebewesen kreist durch ihre Körper und die Galaxien kreisen um sich selbst. Weitere, unzählige Beispiele könnte man nennen.

Was hat das nun mit Liebe zu tun?

Man sagt, dass es ein Akt der Liebe ist, die Eigenheiten anderer Mitwesen anzunehmen wie sie sind und es ist ebenso ein Akt der Liebe, Ereignisse anzunehmen wie sie sind.

„Es ist wie es ist, sagt die Liebe….“, heißt es in einem Gedicht von Erich Fried.

Bedeutet dies, dass Liebe letztendlich die Akzeptanz gegenüber der göttlichen Ordnung ist?
Sagt Liebe „Ja“ zur inneren Ordnung der jeweiligen Systeme in mir und um mich herum?

Sagt Liebe: „Ja, ich respektiere deine innere, von der göttlichen Kraft gelenkte Ordnung!“ ?

Respektiere ich diese Ordnung nicht, bin ich auf dem besten Wege sie zu stören und möglicherweise sogar zu zerstören. Da die göttliche Ordnung allen Systemen gleichermaßen innewohnt, störe ich dadurch auch meine eigene Ordnung.

Als „Göttliche Ordnung“ könnte man ganz nüchtern die Bestrebung energetisch-physikalischer Systeme zur Aufrechterhaltung ihres inneren Gleichgewichtes bezeichnen.

Letztendlich bin ich selbst das Ergebnis dieser physikalischen Bestrebung und alles was ich um mich herum mit meinen Sinnen erfasse, ist es ebenso.

Spontane Gedanken über das „Erwachen“

Veröffentlicht: 15/10/2011 in Tagebuch
Spontane Gedanken erzeugen bei mir manchmal eine spontane Resonanz im Körper: Gänsehaut als Beispiel.
Viele werden den Effekt kennen.
Ein Gedanke, der mir heute „zwischen Tür und Angel“ in den Sinn kam, brachte ein inneres Bild mit, das den Effekt der körperlichen Resonanz noch verstärkte:

Sind unsere Gehirne aus der embryonalen Zeit auf die Wahrnehmung der Gebärmutter als schützender Hülle programmiert?

Besteht diese Programmierung nach der Geburt weiter fort und sucht das Gehirn daher nach der Geburt immer wieder die Sicherheit und Geborgenheit einer schützenden Hülle ohne uns das bewusst werden zu lassen?

Ist die Geburt des Körpers tatsächlich nur eine körperliche Geburt, während das, was uns als geistige Wesen ausmacht, noch nicht geboren ist?

Demnach würde die „Urprogrammierung“ aus der Embryonalzeit die so oft beschriebene und ersehnte Freiheit eines geistigen Wesens blockieren und verhindern, indem sie dem Wesen suggeriert, sein Körper sei die ursprüngliche Hülle, in der es geschützt und gefangen ist.

Die „zweite“ Geburt ist das, was als „Erwachen“ oder als „Erleuchtung“ bezeichnet wird.

Innere und äußere Gedanken

Veröffentlicht: 03/09/2011 in Tagebuch

Ganz sicher sind unsere Gehirne viel weniger individuell, als wir gemeinhin annehmen. Ganz sicher agiert und reagiert die menschliche Psyche zu einem großen Anteil kollektiv. Könnte das sein? Dieser kollektive Anteil ist der unbewusste Teil des Denkens, ebenso, wie der unbewusste Anteil des Denkens die Realität erschafft. Es sind die unbewussten Gedanken, die einem bewussten Gedanken Pate stehen und ihn maßgeblich beeinflussen.

Daher denke ich, dass es wesentlich wichtiger ist, die eigenen inneren Strukturen zu erforschen und zu durchleuchten, als die äußeren Strukturen (die man „Welt“ nennt) verändern zu wollen. Das Äußere ist die Konsequenz des Inneren.

Je mehr Menschen ihre innere Welt erkennen und verstehen, desto mehr werden sie andere Menschen verstehen und desto mehr werden sie verstehen, warum die äußere Welt so ist wie sie ist…

Ja!

Veröffentlicht: 27/08/2011 in Tagebuch

Was ist imstande mehr Freude zu zaubern, als die leuchtenden Farben einer Blüte oder die Klarheit von Kinderaugen oder ein ehrliches Lächeln?

Es sind genussvolle Momente tiefer Lebendigkeit und Lebensfreude, in denen es keine Sorgen, Ängste oder zweifelnden Gedanken gibt.

Schreiende Pflanzen?

Veröffentlicht: 28/07/2011 in Tagebuch

Es soll Menschen geben, die in der Lage sind das Wehklagen von Pflanzen wahrzunehmen.

Nun, ich gehöre nicht zu dieser Klientel, wenn ich auch des öfteren im Gespräch mit meinem Ficus benjamina bin und ich das Gefühl habe, dass wir füreinander so etwas wie Dankbarkeit und Freude empfinden.

Ich bin davon überzeugt, dass ich Pflanzen wehklagen hören würde, wenn es die Schöpfung so gewollt hätte. Für diejenigen, die es können, hat die Schöpfung einen anderen Weg geplant, auf dem sie ihre entsprechenden Erfahrungen mit ihren Mitwesen machen.

Im Gegensatz dazu bin ich in der Lage, Tiere und Menschen wehklagen zu hören. Die Schöpfung hat offenbar gewollt, dass diese Kommunikation stattfinden kann.

Wer keine sadistischen Tendenzen hat, wird den Schmerz und das Leid von Tieren und Menschen selbst als schmerzlich empfinden und versuchen, Abhilfe zu schaffen.

Warum kann ich Anteil an der Gefühlswelt der einen Lebewesen haben und zu der anderer Lebewesen nicht?
Ja, es ist so gewollt. Man kann annehmen, dass ein karnivores Tier genetisch bedingt eine Sichtweise hat, durch die es gegenüber einem Beutetier weniger oder gar nicht mitfühlend handelt. Möglicherweise verursachen die Gene herbivorer Lebewesen gegenüber pflanzlicher Nahrung eine analoge Sichtweise und führen zu entsprechendem Handeln.

Sind Menschen karnivore – also von Natur aus Fleisch verzehrende – Lebewesen? Dafür und dagegen gibt es Argumente.
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Menschen von Natur aus keine Lebewesen sind, für die das Verzehren von Fleisch vorgesehen ist.
Ein Indiz für diese Ansicht ist die Tatsache, dass Menschen empathische – also mitfühlende – Lebewesen sind und sie das Leid anderer Menschen und das Leid von Tieren schwer ertragen können. Sie können es, wie eingangs schon beschrieben, deutlich wahrnehmen und sich einfühlen.

Ich bin auch davon überzeugt, dass diese Schöpfung keine wirklichen Zufälle produziert.  Mitgefühl kann nur eine Schutzfunktion zum Schutz derer sein, denen wir potentiell etwas antun könnten.
Offenbar wollte die Schöpfung, dass wir zusammenhalten und sich alle, die sich gegenseitig verstehen und fühlen können, auch gegenseitig beschützen.

Tritt dieses Mitgefühl in den Hintergrund, sind wir uns alle schutzlos ausgeliefert und mir fällt dazu spontan ein Zitat Leo Tolstoi’s ein:

„Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben!“

Der Zauberbaum (4)

Veröffentlicht: 17/07/2011 in Kurzgeschichten

Nach mehrwöchiger Pause besuchte ich meinen Zauberbaum ein weiteres Mal. Ich war gespannt, wie es ihm ginge und ob ich auch dieses Mal Kontakt mit ihm aufnehmen könnte.

Ich setzte mich wie gewohnt an den Fuß seines riesigen Stammes, in dessen Rinde eine ganze Biosphäre von Insekten und moosartigen Pflanzen ein Zuhause fand. Aus dieser Perspektive erschien seine Rindenlandschaft selbst wie eine ganze Waldlandschaft in verkleinertem Maßstab.

Alt und ehrwürdig sah er aus, von der Zeit geformt und voll unzähliger Geschichten. Einige Zeit später begrüßte er mich. Unsere wortlose, intuitive Kommunikation war noch immer lebendig.

Ich weiß nicht, wie lange ich bei meinem Zauberbaum saß.
Jetzt, da ich davon erzähle, denke ich, dass es Stunden gewesen sein müssen. Ich erinnere mich an Gedanken, die er mir übermittelte, aber ich erinnere mich an keine Fragen, die ich an ihn hatte.

Unser Zusammentreffen an diesem Tag war ein ganz besonderes. Es war anders, als die vorigen Male, weil es nicht aus Frage und Antwort bestand. Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber es ereignete sich ohne mein Zutun in dem zauberhaften inneren Raum von Einheit. Wir sahen einander, fühlten unsere gemeinsame Essenz.

Einige Gedanken, die er mir übermittelte, will ich hier wiedergeben:

„Jetzt, da du hier bist, fühlst du mich. Du hast heute die Möglichkeit gewählt, deinen Verstand keine Fragen stellen zu lassen. Du bist ihm zuvor gekommen! Diese Möglichkeit hast du in jedem Moment deines Daseins. Du nutzt sie fast nie, weil dein Verstand ein ehrgeiziger Herrscher ist, der dich tagein und tagaus kontrolliert.
Vielleicht hat ihn meine Präsenz zur Ruhe gebracht und er konnte sich nicht zwischen dich und mich stellen.

Ich sehe, dass du meine Stille fühlst. Sie leuchtet aus deinen Augen. Ich freue mich für dich!

Du trägst Fragmente in dir, die jetzt ruhig und schweigsam sind und die sonst deine Lebenssituation bestimmen. Es sind Gedanken und Erinnerungen, die wie ein Film in dir ablaufen und die du für dein Leben hältst. Es sind Gedanken und Erinnerungen, die aus der Angst geboren werden und nur überleben können, weil du dich selbst verloren hast. Du klammerst dich an die äußere Welt, weil du deine innere Welt aus den Augen verloren hast.
Deine innere Welt ist die Stille, in der wir uns jetzt begegnen. Hier weißt du, dass du niemals sterben wirst, weil alles Vergängliche Teil der äußeren und veränderlichen Welt ist.

Hier weißt du, dass deine Sorgen, Ängste und Leiden nur überleben können, weil du dich mit deinem inneren Film identifizierst.

Hier weißt du, dass alle Probleme in der äußeren Welt nur überleben können, weil du deine eigenen Ängste, Sorgen und Leiden nach außen projizierst. Und hier weißt du auch, dass Kampf gegen deine Leiden und gegen die Leiden in der Welt alle Leiden aufrecht erhält, weil du dich mit einem Kampf gegen Leid noch weiter von dir entfernst, denn Leid ist das Thema der Illusion deines inneren Films.

Eure Weisheitsbücher haben Recht, wenn sie mahnen, dass das Diabolische gegenüber dem Göttlichen die Oberhand gewinnen kann.
Das Diabolische ist die dunkle Seite göttlicher Kreativität. Sie ist ebenso erfinderisch und voller Wunder, wie das Göttliche. Aber sie erzeugt Trug- und Scheinwelten, die an die natürliche Vergänglichkeit und an das Leid alles Materiellen gebunden sind.
Das Diabolische ist Teil des Göttlichen und trachtet nach Identifikation.

Hier weißt du, dass das Diabolische Teil des Lebens ist. Aber hier weißt du auch, dass es ohne Identifikation mit ihm keine Macht über dich hat. Wenn du körperlos bist und zurück ins Formlose gehen wirst, verschwindet auch die dunkle Seite des Göttlichen ohne die geringste Spur zu hinterlassen.

Hier weißt du, dass du immer mit dem Formlosen verbunden bist und dein Körper das Bindeglied zur Welt der Formen ist. Jetzt weißt du, dass du zu Gast in einem materiellen Körper bist, aber wahre Kommunikation nur in der formlosen Stille stattfindet.“

Der Zauberbaum (1)

Der Zauberbaum (2)

Der Zauberbaum (3)

Das Lächeln abseits der Straße

Veröffentlicht: 02/07/2011 in Tagebuch

Hier ein Video von Chinmaya Dunster. Der Clip endet mit einem Text, den ich hier aus dem Englischen übersetzt habe (ich hoffe, ich habe den Text richtig übersetzt):

„Abseits der Straßen in Indien findet man Menschen, die noch nicht von westlichen Werten geprägt sind. Es sind Leute, die Freude am Leben haben und die aus ihrer Menschlichkeit heraus Fremde willkommen heißen, Leute, die noch Zeit zum Lächeln haben. Westliche Gesellschaften scheinen sich auf einer Abwärtsspirale von Gier, Verbrechen, Überfluss, Drogen- und Alkoholmissbrauch und Depression zu befinden. Menschen, die in Indien abseits der Straße leben, haben kaum materiellen Reichtum, aber sie haben Sinn für Gemeinschaft und sie haben sich ihr Lächeln bewahrt.Vielleicht können wir etwas von ihnen lernen?“

Ein wirklich berührendes Video!

Gefunden habe ich den Clip unter:
http://www.findyournose.com/archivs/show_archiv_alt/190

Dankbarkeit für die Schöpfung

Veröffentlicht: 01/07/2011 in Tagebuch

Wie eng ist das Band, das die Schöpfung zwischen meiner Selbstwahrnehmung und meinem Körper hat entstehen lassen?
Es ist so eng, dass ich davon überzeugt bin, mein Körper zu sein.

Wie sehr hat die Schöpfung sich darum bemüht, meinen Körper an so viele Bedingungen des Lebens anzupassen?
Er ist nahezu perfekt darauf vorbereitet, alle Situationen meistern zu können.

Die Schöpfung will, dass ich mich als mein Körper begreife und mich als Teil innerhalb einer materiellen Welt erkenne.
Die Schöpfung weiß, dass körperliches Dasein mit Kampf und Leiden verbunden ist.
Aber die Schöpfung ist gnädig und hat mir eine Alternative zur Seite gestellt:

Sie hat mir die Freiheit der Wahl gegeben, das Wechselbad aus Freuden und Leiden des Materiellen unter der Begrenzung der Zeit zu leben oder die Glückseligkeit und Ewigkeit zu sein, die mein innerstes Wesen ist.
Irgendwann, nach vielen Wiederholungen körperlichen Daseins, kommt der Wunsch, die Begrenzungen zu durchbrechen. Freude und Leid sind Begrenzungen, die nur das Materielle innerhalb der Gegensätze von Geburt und Tod kennt.
Leben selbst kennt keine Gegensätze.

Laotse: Liebe

Veröffentlicht: 22/06/2011 in Zitate

Pflicht ohne Liebe macht verdriesslich
Verantwortung ohne Liebe macht ruecksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttaetig
Ehre ohne Liebe macht hochmuetig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Laotse

Ein kosmisches Schleifenmuster

Veröffentlicht: 04/06/2011 in Tagebuch

Hinter den scheinbar dahin gewürfelten Begriffen der Überschrift steht das gedankliche Bild lebendiger Körperlichkeit, wie es an den diffusen Rändern meiner Selbstwahrnehmung für Augenblicke auftaucht.

Mache ich einen Sprung in dieses Bild, haben Anfang und Ende keine Bedeutung. Nein, sie existieren nicht einmal. Sie haben nie existiert. Das Bild ist eine Metapher für Ewigkeit, wie sie in allen kosmischen Prozessen absolute Selbstverständlichkeit ist.

Dieses Bild hat blasse Flecken aus Angst, denn ich bin gewohnt, einen Anfang und ein Ende der Dinge erkennen zu müssen, um sie als Dinge zu erkennen.

Statt der Dinge, die mein Gehirn für mich tatsächlich zu einer Illusion zusammensetzt, um mir Halt und Orientierung zu geben, offenbart mir das Bild einen orchestrierten Tanz aus Strömen von Energie, die sich in einem endlos wiederholenden Muster gegenseitig beeinflussen und in Gang halten.

Jedes sich schleifenartig wiederholende Muster suggeriert meinem Gehirn die Existenz einer eigenständigen Körperlichkeit, ebenso, wie dem Auge ein schnell drehendes Rad Stillstand suggeriert und die Erkenntnis der Bewegung vorenthält.

Jedes Muster beschreibt eine Endlosschleife der Bewegung und interagiert mit anderen Mustern, die ebenso in den Tanz anderer und größerer Muster eingebettet sind. Kein Bewegungsmuster kann aus sich selbst heraus bestehen. Es ist Teil aller Muster, die zusammen ein gigantisches Muster bilden.

Gehe ich in meiner Betrachtung tief in eines der sich schleifenartig bewegenden Muster hinein, dann erkenne ich beim Sprung in sein Inneres, immer kleiner werdende Kopien seiner selbst. Ich erkenne ineinander verschachtelte Universen.  Gehe ich noch tiefer hinein, erkenne ich immer kleiner werdende energetische Strukturen, bis ich schließlich ihre grundlegende Substanz erreiche. Es sind Existenzen, die nur eine einzige Eigenschaft besitzen, die ihnen ein einziges Ziel vorgibt, das nur in eine einzige Richtung weist und nie begann und niemals enden wird. Es ist die Eigenschaft, miteinander in Bewegung zu sein und miteinander sich endlos wiederholende Schleifenmuster zu bilden, die sich mit anderen Mustern zu größeren Mustern verbinden.

Bewegung, die Veränderung impliziert, verbietet Perfektion, denn Perfektion ist die Vorstellung des Endes, des Abgeschlossenseins und des Stillstands.

Akzeptierte ich auch nur für einen einzigen Moment, dass die Welt aus Objekten bestehe, akzeptierte ich die Zeit als Episode und den Tod als Endlichkeit und ich akzeptierte, dass sie Eigenschaften der Existenz seien.

Dinge können als Illusion, die sie tatsächlich sind, perfekt sein. In Wahrheit sind Dinge lediglich eine Gedankenform, die man Erinnerung nennt.

Die komplexen kosmischen Schleifenmuster – von dem Muster, das man Molekül nennt, bis zur Galaxie – sind Vollkommenheit durch ihre Bewegung und Veränderlichkeit. Darin findet sich kein Platz für Gut und Böse, für Ich und Du, für Vorher und Nachher.

Eine freundliche Einladung

Veröffentlicht: 25/04/2011 in Tagebuch

Ist doch egal. Was bleibt von den Dingen? Einzig das, was sie sind: BEWEGUNG.

Was sind Situationen? Festhalten der Zeit und Erinnerung.

Was sind Geschöpfe, Wesen, Menschen, Tiere, Blumen, Bäume? Sie waren nie das, wofür man ihnen Namen gab.

Was sie wirklich sind, hat keine Namen und hat keinen Bestand. Gib den Dingen einen Namen und du hast sie verpasst.

Schau hin und genieße die Ekstase dieses einen Momentes, der so übervoll und ewig ist, voller Farben und Schönheit. Der Moment ist ein Fluss der bedingungslosen Freude. Erst wenn man nach den Dingen greift und sie festhält, erfolgt Stillstand und entsteht Angst vor Vergänglichkeit und Tod.

Erinnere dich an den Moment und du hast den nächsten schon verpasst.

Lass die Dinge los, lass die Erinnerung los, vergiss die Namen, vergiss ihren Wert und du bist ALLES!!!

Liebe…

Veröffentlicht: 10/04/2011 in Tagebuch

Ich lasse mich fallen. Vergänglich ist mein Körper, meine Hülle – wie die Blätter des Baumes, wie das Gras des Sommers. Aber ich bin immer da. Angst ist ein Gespenst, das seine Kraft nur durch meinen gesenkten Blick bekommen konnte. Blicke ich nach vorne, ist da keine Angst, kein Gut und kein Böse, kein Falsch und kein Richtig.

Ich fliege mit den Vögeln, fließe mit dem Wasser, scheine mit der Sonne, tanze mit den Mücken.

Liebe sind meine Augen, meine Ohren, meine Sinne, mein Herz.

Meine Sinne werden irgendwann vergehen. Die Liebe bleibt. Ewig.

Hirn statt Zähne?

Veröffentlicht: 02/04/2011 in Tagebuch

Ich weiß nicht, wie Evolutionsforscher darüber denken, aber ich finde den (ganz und gar nicht neuen) Gedanken sehr attraktiv, dass die Evolution den Verstand für einen Versuch erfunden hat, Zähne oder Klauen durch mehr Hirn zu ersetzen.

Natürlich geht es um die Überlebensfähigkeit der Physis und letztlich den Fortbestand der Art. Manche Lebewesen tarnen sich wie manche Fischarten oder wie das Chamäleon oder sie haben martialische Gebisse oder scharfe Krallen wie Katzen, Hunde oder damals die Dinosaurier. Andere Wesen wiederum können sich an die widrigsten Umstände anpassen oder sind schnell wie der Blitz:  Die Hauptsache ist, das Überleben findet seine Chance.

Menschen haben einen Verstand und der war bisher so erfolgreich, dass ihm damit alle Fressfeinde abhanden kamen und ihm die widrigen Umstände natürlicher Unbilden kaum mehr wirklich gefährlich werden konnten.

Was macht nun so ein Schutzmechanismus – wie der Verstand -, wenn durch die veränderten Umstände kein Bedarf mehr für die originäre Aufgabe eines Schutzmechanismus‘ vorhanden ist?

Nun, ein Schutzmechanismus ist eben ein Mechanismus und der läuft nach einem automatischen Muster ab und bedient sich dabei an Erfahrungen und an Erlerntem, um seine Strategien zu verbessern. Für Tiere und Pflanzen läuft es unter der Regie der Evolution nicht anders, außer, dass es eben ein paar Tausend Jahre länger dauert.

Hirn ist auf Sicherheit gepolt und darauf, sich selbst als besonders wichtig und erhaltungswürdig zu empfinden. Es unterscheidet zwischen Freund und Feind und findet Strategien, um mit Verbündeten gegen Feinde zu kämpfen.

Haben wir wirklich noch Feinde? Oder hat sich da etwas verselbständigt?? Könnte es sein, dass wir noch immer nach archaischen Programmen ticken und dies nicht einmal merken? Hat sich unser Überlebensprogramm derart verselbständigt, dass es sich mangels wirklicher Feinde sogar gegen seine Schutzbefohlenen richtet, nur um selbst in seiner Funktion erhalten zu bleiben?

Was geschieht, wenn man einen Alpha-Code deaktivieren will? Was geschieht, wenn man Sexualität deaktivieren will, so wie es die Religionen versucht haben? Es funktioniert nicht. Das Programm setzt sich durch und wenn man es nur bekämpft und unterdrückt, pervertiert es. Erkennt und versteht man das Muster des Programms und lernt mit der immensen Kraft umzugehen, die es mobilisiert, kann es ein Segen sein.

Ich denke, das Muster des Verstandes ist ebenso ein Alpha-Code, der nicht zu deaktivieren ist. Aber er kann „verstanden“ werden.  Sein sich wiederholender Ablauf kann bewusst werden und seine Verselbständigung kann beendet werden. Er kann sich beruhigen und wieder zu einem göttlichen Werkzeug werden, anstatt eine Geißel zu sein. Bleibt er unbewusst, dann ist er der Herr im Hause und benutzt mich.

Meditationstechniken zielen darauf ab, einen Bewusstseinszustand einzuladen, der solche Muster bewusst macht. Das bloße Erkennen und Bewusstwerden entzieht dem bisher unerkannten Prozess die Macht.

Bettler….

Veröffentlicht: 10/02/2011 in Tagebuch

Die Menschen in der „Dritten Welt“ betteln für Materielles. Wir Menschen im materiell-identifizierten Westen betteln um unsere Seele.

Der Zauberbaum (3)

Veröffentlicht: 28/01/2011 in Kurzgeschichten
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Durch die Besuche bei meinem Zauberbaum war der Wald zu einem zweiten Zuhause für mich geworden. An keinem anderen Ort hatte Zeit so wenig Bedeutung wie hier und an keinem anderen Ort war Frieden so deutlich zu spüren.

Vor meinem dritten Besuch fühlte ich mich ein wenig schuldig, denn ich hatte so viel von meinem Baumfreund bekommen und ich hatte nicht das Gefühl, ihm gegenüber nur annähernd so großzügig und gütig zu sein. Ich beschloss, ihm bei meinem dritten Besuch davon zu erzählen.

Am Tag zuvor hatte es geregnet. Der Boden war feucht und es roch modrig nach Erde, aber die Luft war unverbraucht und frisch. Der Wald hatte mit dem Regen aufgeatmet und frischen Sauerstoff freigegeben. Ich atmete den Wald und der Wald atmete mich. Wir waren Freunde, die sich gegenseitig brauchten und beschenkten. Dieser Gedanke beruhigte mein Gefühl der Schuld zumindest ein wenig und ich fühlte mich etwas leichter.

Majestätisch stand mein Zauberbaum vor mir. Ein Monument der Stille. Eine farbige Korona aus Licht und feuchter Luft umrahmte seine Krone und ich setzte mich wie gewohnt an den Fuß seines Stammes, um mich auf ihn einzustimmen.

Da für lange Zeit nichts geschah, entschloss ich mich, unser Gespräch zu beginnen:

„Ich weiß, dass du mich hörst und möchte dir sagen, dass ich mich dir gegenüber ein wenig schuldig fühle. Du hast mir so viel gegeben, aber es gab bisher nichts, das ich dir hätte geben können.“

„Du fühlst dich schuldig?“, sagte er. „Und du meinst, du müsstest dich mir gegenüber erkenntlich zeigen.“

„Ja“, antwortete ich und war froh, dass er auf mein Thema einging.

„Hast du schon eine Idee, was du mir geben könntest?“, fragte er.

„Vielleicht sollte ich mich für den Schutz des Waldes einsetzen?“

„Selbstverständlich kannst du das tun.“, sagte er. „Damit wäre dein Schuldgefühl wahrscheinlich besänftigt. Allerdings ist dein Schuldgefühl eher die Reaktion auf eine Pflicht, die du erfüllen zu müssen glaubst.“

„Das stimmt schon.“, sagte ich.  „Aber wir müssen doch immer für das bezahlen, was wir bekommen.“

„Mir scheint, auch du bist ein Händler, wie fast alle deine Menschen.“

„Wie meinst du das?“, fragte ich erstaunt.

„Du wirst auf die eine oder andere Weise in jedem Fall bezahlen. Entweder du tust es freiwillig oder die Quelle zwingt dich irgendwann dazu.“

„Also ist mein Schuldgefühl doch gerechtfertigt?

„Schuld entsteht nicht in erster Linie durch ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, sondern dadurch, dass du das Nehmen als Gegenpol zum Geben erfunden hast.“

„Du meinst, das Nehmen ist nicht das Gegenteil des Gebens?“

„Für Wesen, die in enger Verbindung mit der Quelle leben, existiert Nehmen nicht. Es ist lediglich eine Begleiterscheinung des Gebens. Geben entspricht im engeren Sinne einem Weitergeben oder einem Fließenlassen. Diese Wesen wissen, dass sich alle Dinge und Kräfte in einem fließenden Kreislauf  befinden und aller Austausch nur auf dem Geben basiert. Das Nehmen ist eine zwingende Folge und entspricht dem Annehmen oder Empfangen.“

„Willst du damit sagen, dass diese Wesen eigentlich nicht ans Nehmen denken?“, fragte ich.

„Wesen, die in enger Verbindung zur Quelle leben, sind in der Liebe. Liebe gibt und empfängt, aber sie rechnet nicht auf. Sie setzt Geben und Nehmen nicht ins Verhältnis zueinander. Wenn du dich schuldig fühlst, ist das ein Hinweis darauf, dass du aufrechnest und dem Nehmen viel Aufmerksamkeit gibst und es für wichtig hältst. Wirkliche Schuld hast du aber nur dadurch, dass du dir des Kreislaufs der Dinge und Kräfte nicht bewusst bist. Deine Schuld liegt in deiner Unbewusstheit, durch die du dich und andere schuldig sprichst.“

„Heißt das, ich sollte nicht auf Ausgleich, sondern nur auf das reine Geben bedacht sein?“

„Genau das heißt es.“, antwortete mein Zauberbaum. „Es spielt auch keine Rolle, wem du gibst. Wenn du von mir etwas empfängst, bedeutet das nicht, dass du nur mir geben musst. Entscheidend für den natürlichen Kreislauf der Dinge und Kräfte ist deine innere Haltung des Gebens, das nicht aufrechnet.“

„Ich verstehe!“, sagte ich. „Ich könnte also jedem anderen Wesen etwas geben. Die Hauptsache ist, dass ich den Kreislauf aufrecht erhalte.“

„So ist es.“, bestätigte der Zauberbaum.

„Viele deiner Menschen stellen das Nehmen in den Vordergrund, weil sie die Verbindung zur Quelle verloren haben und Angst davor haben, zu kurz zu kommen. Sie haben die Vorstellung, dass sie abgetrennte Wesen seien. Sie verwenden viel Zeit und Kraft für das Sammeln und halten das Gesammelte fest. Erst dadurch werden sie schließlich zu abgetrennten Wesen. Ihre Vorstellung der Abgetrenntheit ist Realität geworden. Sie halten damit den Kreislauf an und Stillstand ist Tod. Wesen, die nur nehmen, sind innerlich schon tot.“

„Vorhin sagtest du, dass mich die Quelle zwingen würde, wenn ich mich nicht an den Kreislauf der Dinge und Kräfte halte. Wie kann mich die Quelle dazu zwingen?“

„Da du von der Quelle nicht verschieden bist, würdest du dich tatsächlich selbst zwingen. Der Zwang ist eine Folge aus Ursache und Wirkung. Dadurch, dass du dich aus dem natürlichen Kreislauf ausklammerst, schaffst du ein eigenes, geschlossenes System. Die Körper deiner Menschen bilden in sich geschlossene Systeme, die ihr Krebs nennt. Diese Erscheinung ist eine materielle Entsprechung zu dem, was auf geistiger Ebene geschieht. Krebs ist rücksichtslos selbstbezogen und hat nur sein eigenes Wachstum im Blick. Letztendlich geht der Krebs durch seine Selbstbezogenheit zusammen mit den gesunden Anteilen des  Körpers unter.“

„Du meinst, Krebs sei im Grunde eine geistige Krankheit?“

„Alle Krankheiten sind geistigen Ursprungs und spiegeln sich auf materieller Ebene. Nur ein kleiner Teil aller Wesen ist Materie. In der Hauptsache sind die Wesen dieser Welt geistige Wesen. Der materielle Körper ist lediglich die Leinwand, auf der sich geistige Prozesse abbilden.“

„Aber wenn ich nicht gebe, heißt das doch nicht zwangsläufig, dass ich davon Krebs bekomme!“

„Nein, dein Körper wird dadurch nicht zwangsläufig die Form Krebs ausbilden. Krebs ist die Form, die sich am stärksten abgekapselt hat. Sie ist eine extreme Form. Alle geistigen Prozesse, die sich vom natürlichen Kreislauf abkapseln, verursachen Leid in den verschiedensten Formen. Erst wenn das Verfehlen der natürlichen Prozesse auf geistiger Ebene nicht korrigiert wurde, erreicht es die materielle Ebene und zeigt sich als Symptom im Körper.“

„Die Quelle zwingt mich also, indem sie mir Leid als  Zeichen für mein Verfehlen schickt?“

„Sie gibt dir Zeichen. Das ist richtig. Deine Menschen sind sehr daran gewöhnt, dass sie unablässig Zeichen bekommen. Aber sie wissen selten, dass es liebevolle Hinweise der Quelle sind. Sie sind daran gewöhnt, anderen eine Schuld für ihre eigene leidvolle Stuation zu geben. Sie erfinden etwas, das sie ihre ‚Lebenssituation‘ nennen und empfinden es als Schicksal, das sie nicht ändern könnten.“

„Ich danke dir!“, sagte ich zu meinem Zauberbaum. „Ich werde gleich heute damit beginnen, von mir etwas zu geben!“

„Das ist schön!“, sagte der Zauberbaum. „Vergiss nicht, dass es von Herzen kommen muss und kein Tauschhandel sein sollte. Dass es von Herzen kommt, erkennst du daran, dass es dir Freude macht!“

Der Zauberbaum (1)

Der Zauberbaum (2)

Der Zauberbaum (4)

 

 

 

 

Der Zauberbaum (2)

Veröffentlicht: 21/01/2011 in Kurzgeschichten
Schlagwörter:

An einem  sonnigen Wochenende besuchte ich ein weiteres Mal meinen Zauberbaum. Einige Wochen zuvor war ich ihm bei einem Waldspaziergang das erste Mal begegnet und war fasziniert und berührt von den Erlebnissen, die ich mit ihm hatte ( Zauberbaum (1), mein erster Besuch!).

Dieses Mal hatte ich keine Frage, sondern nur Neugierde mitgebracht und ich setzte mich neben ihn und wartete darauf, dass er mir erzählte.

Das Rauschen seiner Blätter im Wind und das Blinzeln des Sonnenlichts zwischen seinen Blättern beruhigte mich. Es vergingen Minuten des Wartens und des Lauschens auf das, was folgen würde.

Nach einiger Zeit erschien in mir seine erste Botschaft:

Ich weiß, dass ihr euch sehr quält und müht. Ihr habt so immense Sehnsucht nach eurem Paradies und je mehr ihr darum kämpft, desto weiter scheint es sich zu entfernen. Es scheint sich eurem Griff zu entwinden, je mehr ihr es festzuhalten sucht.“

„Das stimmt!“, sagte ich. Wenn man die Nachrichten verfolgte, hatte man nicht den Eindruck, dass sich die politischen und sozialen Verhältnisse auf dieser Erde einem Paradies annäherten.

„Tatsächlich habt ihr keine Möglichkeit, es aus Kräften zu erreichen!“, sagte er weiter.

Ich war erschrocken und spürte, wie mir das Herz bis zum Hals schlug: „Wir können es nicht erreichen??“

„Ihr könnt es nicht aus Kräften erreichen. Ihr bemüht euch sehr, aber es nutzt nichts….“

„Was sollen wir denn aber tun?“, unterbrach ich ihn.

„Was ihr tun sollt? Das ist euer Dilemma! Ihr denkt, ihr müsstet das, was ihr euch unter Paradies vorstellt, irgendwie herstellen, organisieren und kontrollieren. Und es ist noch schlimmer. Ihr denkt, es gäbe etwas Fremdes, das euch vom Paradies fernhält und ihr merkt nicht, dass es nur eure eigenen Ängste sind, denen ihr gegenüber steht. Ihr kämpft, streitet und versucht, das Leben zu organisieren. Was denkst du, wie konnte das Leben überleben, als es noch keine Menschen wie euch gab, die versuchen, das Leben zu organisieren und sich um unsinnige Dinge streiten, die sie selbst erschaffen?“

Das hatte was! In der Tat braucht uns das Leben nicht. Es hatte sich all die Jahrmillionen über selbst organisiert und prächtig entwickelt.

Einige Minuten war Stille zwischen uns und ich betrachtete die wunderschöne Waldlandschaft um mich herum. Bäume, Blumen, Insekten. Alle hatten sie ihren Platz und alles, was sie zum Leben brauchten. Ganz sicher dachten sie nicht darüber nach, wie sie sich organisieren sollten. Ganz gewiss kannten sie keine geschriebenen Gesetze. Ohne etwas dafür oder dagegen zu tun, folgten sie einer inneren Gesetzmäßigkeit, die es gut mit ihnen meinte.

„Ihr seid Wesen ohne Wurzeln.“, fuhr mein Zauberbaum fort. „Zwar habt ihr Wurzeln, aber ihr habt keinen Bezug zu ihnen. Ihr habt sie vergessen. Deshalb habt ihr große Angst!“

„Angst? Wovor meinst du?“, fragte ich neugierig.

„Ihr habt Angst vor der Unkontrollierbarkeit des Lebens und damit auch vor euch selbst. Das Leben erscheint euch feindlich gesinnt, weil ihr es nicht versteht. Es verlangt euch Vertrauen und Hingabe ab und ihr wehrt euch dagegen, weil ihr es nicht kontrollieren könnt. Ebenso habt ihr Angst vor anderen Menschen, die ihr nicht kontrollieren könnt und ihr bekämpft sie deswegen. Euer Verstand sagt euch, dass Kontrolle das Wichtigste und Sicherste für das Überleben sei, aber Kontrolle ist tatsächlich euer größter Feind! Sie schneidet euch von euren Wurzeln ab und versetzt euch damit in eine künstliche Welt aus zersetzenden Gedanken und Vorstellungen. Diese künstliche Welt ist ein trügerisches Refugium, in das ihr euch flüchtet. Gleichzeitig wundert ihr euch, dass das Leben mit euch ganz andere Wege geht, die ihr aber nicht versteht. Mit Kontrolle könnt ihr kurzfristig etwas ändern. Einen Fluss kann man kurzfristig stauen. Irgendwann wird er das Hindernis überwinden und seinen eigenen Weg finden. Eure Anstrengungen etwas zu verändern, können für eine kurze Zeit den Anschein einer Veränderung hervorrufen. Danach stellt ihr immer wieder fest, dass sich nichts durch euer Zutun verändert hatte.“

„Wohin geht das Leben mit uns?“, wollte ich wissen.

„Schau dich um! Alles was du hier siehst, hat Wurzeln. Du kannst auch sagen, es hat Bezug zur Quelle. Das Leben wird euch zur Quelle führen und damit ins Paradies, aber ihr zieht es noch vor, euch dagegen zu wehren.“

Mit ‚Quelle’ umschrieb er gerne das, was viele von uns unter Gott verstehen.

„Wie können wir denn den Bezug zur Quelle wieder herstellen?“, fragte ich

„Es ist einfach, wenn ihr bereit seid und den Mut aufbringt, euren Kampf für etwas oder gegen etwas aufzugeben. Wenn ihr bedingungsloses Vertrauen habt, dass euch die Quelle zum Paradies führen wird, werden sich eure Gedanken verwandeln. Sie sind das Machtvollste, das es im Universum gibt! All die Jahre waren eure Gedanken kämpferisch, zersetzend, feindlich, entzweiend und ihr habt eine Welt erschaffen, die diesen Gedanken entspricht. In bedingungslosem Vertrauen und vollständiger Hingabe an die Quelle werden eure Gedanken zu einer göttlichen, kreativen, verbindenden und heilenden Kraft.

Ohne Bezug zur Quelle ist ein Gedanke eine Waffe, die außer Kontrolle geraten ist und destruktiv wird. Ohne Bezug zur Quelle führt ein Gedanke ein tyrannisches Eigenleben, das vollständig von Angst gesteuert wird und einen zerstörerischen Kampf gegen sich selbst führt. In Bezug zur Quelle ist ein Gedanke ein kreatives Werkzeug. In Bezug zur Quelle wird ein Gedanke zur Vision. Alles was du in einer gesunden Umgebung siehst, war einmal Vision und hat sich mit der Kraft der Quelle zu Formen verdichtet. Wenn du genau hinsiehst, kannst du feststellen, dass die belebte Welt nichts weiter als ein liebevolles Spiel ist. Es kann nicht misslingen, weil es kein Ziel gibt, an dem die Dinge gemessen werden. Es hat kein Ende, das es zu erreichen gilt. Nicht um das ‚Was’ kümmert sich das Leben, sondern um das ‚Wie’. Das ‚Wie’ ist das, was ihr Menschen unter Liebe versteht. Liebe kann alles tun. Das ‚Was’ in der Liebe ist nicht wichtig und es ist niemals zersetzend oder entzweiend.“

„Das verstehe ich eigentlich schon.“, sagte ich. „Aber es ist schwer, es umzusetzen. Wie kann man das lieben, was einen bedroht und was einem nicht gefällt?“

„Deine Liebe, wie du sie verstehst, hält sich an dem fest, was deine entzweienden Gedanken dir über sie erzählen! Dein Verstand benutzt dich und nimmt deine Art von Liebe zum Vorwand, um Bedingungen zu stellen.“

„Aber wie kann sich Heilung für mich und die Welt ereignen, wenn ich die vielen üblen Verhältnisse einfach nur akzeptiere?“, fragte ich verzweifelt.

„Die ‚üblen Verhältnisse‘, wie du sie nennst, sind nicht durch die Kraft der Quelle und im verbindenden Bezug zu ihr entstanden! Sie sind durch die Beziehungslosigkeit zu ihr entstanden. Der Grund ist, dass du dich am Verändernwollen festhältst. Weil du das Gute willst, erschaffst du dabei zwangsläufig auch das Böse und das bringt dir den Kampf und das Entzweien. Je mehr du um Gott kämpfst, desto stärker wird auch der Teufel. Es ist tatsächlich ein Teufelskreis, den du in Gang hältst.“

„Was kann ich konkret tun?“, fragte ich in einem Anflug von Ratlosigkeit.

„Hör auf, an Gut und Böse zu denken! Gewöhne dir ab, zu verurteilen. Vergiss Gott und der Teufel verschwindet mit ihm. Schau genau hin, was gerade um dich ist und was in dir geschieht und nimm es ohne Lob oder Tadel an.

Du bist die Welt. Du wirst eine Übereinstimmung entdecken. Deine innere Haltung bestimmt die Qualität deiner Gedanken und sie spiegeln sich in dem, was du um dich herum vorfindest. Die ‚üblen Verhältnisse‘ sind eine äußere Entsprechung zur inneren Welt der Gedanken, die ihre Verbindung zur Quelle verloren hat. Im Moment, in dem du dir der Spiegelung bewusst bist, hast du die Verbindung zur Quelle wiederhergestellt. Die Verbindung drückt sich im Bewusstwerden aus, ohne dass auch nur der geringste Anflug von Wertung vorhanden ist.“

Das erschien mir irgendwie plausibel. Allerdings fragte ich mich, was mit den Gedanken all der anderen Menschen war? Schließlich führten ja nicht nur meine eigenen Gedanken zu Verirrungen, sondern die Verhältnisse sind schließlich ein Produkt der Gedanken aller Menschen.

Mein Baum hatte meine Frage gesehen und antwortete darauf:

„Auch wenn du dich als Individuum als ein Krieger des Lichts oder Verteidiger des Guten empfindest, so hast du mit dieser Wahl ohne es zu wollen auch das Böse und die Dunkelheit in die Welt gebracht. Auch wenn ihr euch als Einzelwesen empfindet, die ihre Wahl treffen, so seid ihr doch nur eine einzige Menschheit. Was euch voneinander unterscheidet, sind nur eure belanglosen Geschichten. Es sind nur bedeutungslose Spielarten, Variationen innerhalb der großen und gemeinsamen Wesenheit Mensch. Ihr seid ein einziges Wesen mit vielen Körpern!“

Ich dachte an einen Schwarm von Vögeln, die alle gleichzeitig die Richtung änderten und sich wie ein einziges Vogelwesen verhielten.

„Eure Körper und eure Gedanken gehören euch nicht. Sie sind Spielarten der Wesenheit Mensch. Ihr seid Geist, der sich zu immer neuen und vielfältigen Formen verdichtet und wieder löst. Eure Gemeinsamkeit ist entzweiendes Denken, welches sich für etwas Gutes entscheiden mag und es herbeisehnt und dem das Böse durch diese Trennung aber zwangsläufig und unabdingbar wie ein Schatten folgt. Wir Baumwesen verstehen eure Verzweiflung. Ihr sucht nun Schuldige für eure Lage und ihr opfert sie, um euch ein wenig Erleichterung zu verschaffen. Ihr ahnt, dass ihr euch damit kollektiv selbst bestraft und Lieblosigkeit mit Lieblosigkeit zu vertreiben sucht. Aber ändern könnt ihr damit nichts.“

„Du meinst, wir sollten die so genannten Bösen nicht behelligen und nicht bestrafen wollen? Sie werden uns auslachen!“, sagte ich zornig.

„Du siehst zynische Gegner? Viele deiner Menschen sind ihre eigenen zynischen Gegner und verurteilen und bekämpfen sich selbst. Es ist zu einem Muster geworden, in der Vorstellung Gegner zu erzeugen. Mit diesem Muster verfahrt ihr auch gegenüber Mitmenschen und gegenüber der Umwelt. Ihr seid in diesem Muster der Ablehnung und der schleichenden Selbstzerstörung gefangen.“, erwiderte mein Zauberbaum.

„Ja, ich kenne das von mir selbst. Oft kämpfe ich auch gegen mich selbst und weiß mir nicht zu helfen!“, gab ich zu und wurde sehr nachdenklich.

„Wie kann ich das ändern?“, fragte ich.

„Das Einzige was du wirklich verändern kannst, ist deine Art der Betrachtung. Ihr habt euch dazu erzogen zu urteilen, zu messen und zu vergleichen. Alles das tut ihr, weil ihr ein Gegenüber voraussetzt. Damit habt ihr euch in euch selbst von vornherein entzweit. Bei Anderen etwas ändern zu wollen, würde bedeuten, genau diesen Prozess des entzweienden Denkens beizubehalten. Tatsächlich gibt es ‚die Anderen’ nur in eurer Vorstellung. Die heilvolle Art der Betrachtung ist, die Illusion der Zweiheit als Illusion zu erkennen. In dem Moment wird sie sich in Nichts auflösen. Dann wirst du wissen, dass deine Denkmuster und deine Gewohnheiten selbst die Verhältnisse sind. Dann wirst du wissen, dass der Kampf mit einem Gegenüber ein selbstzerstörerisches Denkmuster ist.“

„Aber Moment mal!“, protestierte ich. „Es gibt Leute, die vollkommen anders denken, als ich es tue. An vielen kann ich mir ein positives Beispiel nehmen. Manche andere dagegen verachte ich wegen ihres Denkens!“

„Was in dir verursacht die Trennung und was in dir verurteilt das Andersartige? Es bist nicht du, der trennt und verurteilt. Es ist dein Verstand, der in dir zu einem eigenständigen Wesen geworden ist und nur in deiner Vorstellung der Trennung überleben kann.“

„Was würden wir ohne unseren Verstand tun? Wir könnten nicht überleben!“, entgegnete ich.

„Ihr könntet sehr wohl überleben. Wir Baumwesen haben keinen eigenen Verstand. Die Quelle übernimmt diese Funktion für uns in vollkommener Weise. Daher sind wir vollkommen glückliche Wesen. Andererseits haben wir nicht die Freiheit der Selbstbestimmung, die ein eigener Verstand ermöglicht. Allerdings birgt ein eigener Verstand eine unschätzbar große Verantwortung. Er kann ein kreatives Werkzeug sein oder eine destruktive Waffe. Durch euren Verstand habt ihr großartige technische Errungenschaften erreicht und ihr seid in der Lage Kunstwerke zu kreieren. Auf der anderen Seite seid ihr dabei, euch damit umzubringen.“

Mein Zauberbaum hatte Recht. Wir bräuchten keinen eigenen Verstand. In unserem Unterbewussten sorgt die Quelle für unser Überleben. Tatsache ist aber, dass wir einen eigenen Verstand haben und Tatsache ist auch, dass er uns benutzt und wir es nicht wahrhaben wollen oder noch nicht einmal merken. Es schien so zu sein, wie mein Zauberbaum es erklärte: Der Verstand erschafft ein imaginäres Wesen, das wir für unsere Identität halten. Dieses imaginäre Wesen ist der Gegenpol zur Quelle.

„Könnte es sein, dass unser ‚Ich’ eine Art imaginäres Wesen ist, das einen Gegenpol zur Quelle bildet?“

„Natürlich ist es das.“, sagte der Zauberbaum. „Euer ‚Ich’ ist nichts Schlechtes. Es wird nur destruktiv, wenn es zur Identifikation wird. Das ‚Ich’ ist ein reines Spiegelbild der Quelle. Im ‚Ich’ sieht die Quelle ihr Spiegelbild. Das Dilemma beginnt, wenn das Spiegelbild für das Original gehalten wird.“

Der Zauberbaum (1)

Der Zauberbaum (3)

Der Zauberbaum (4)

Stille Nacht, heilige Nacht…

Veröffentlicht: 31/12/2010 in Tagebuch

Getöse und Gerassel zum Jahreswechsel sollte dem Brauchtum nach die Geister des alten Jahres vertreiben. Damit das neue Jahr nicht geistlos beginnt, müssen aber die neuen, jungen und frischen Geister eine Einladung bekommen!

 

Welche Geister wollen wir einladen?

 

In all den Jahren zuvor haben wir viel Lärm gemacht und alte Gewohnheiten wiederholt. Wurden dabei vielleicht auch die neuen Geister, die sich seit vielen Jahren ankündigen und anbieten, gleich mit vertrieben?

Sind die Geister dieser intensiven Wandelzeit vielleicht ganz andere, als die der Jahrzehnte davor und sollte man ihnen nicht gerade deshalb ganz besondere und sensible Aufmerksamkeit schenken?

 

Viele Menschen sind mittlerweile der Ansicht, dass die sich wandelnde Zeit von zunehmender Innenschau und Stille bestimmt ist. Ganz sicher sind die Geister, die wir anlocken wollen, eher sehr stille und sensible Geister.

 

Für mich persönlich wird der Jahreswechsel zu 2011 eine Nacht der Innenschau und Meditation sein.

Ich werde Kerzen am Fenster aufstellen, um die neuen Geister anzulocken und sie wissen zu lassen, dass sie willkommen sind.

 

Ich möchte mich nicht dem Vertreiben des Alten widmen, sondern dem Neuen eine Chance geben.

Vertreiben, Kämpfen und Ablehnen, Lärm und Hektik sind Attribute einer alten Zeit, die nur noch am Tropf der Gewohnheit hängt und nun in Frieden gehen darf.

 

Es wird gut sein, sich auf den Geist der Neuen Zeit ganz bewusst einzustimmen.

Experimental-Vegan

Veröffentlicht: 13/12/2010 in Kochen

Hier mal ein Experimental-Rezept vom Amateur-Veganer.

Ein richtiger Veganer bin ich nicht, denn noch liebe ich die Milch im Kaffee, den Käse auf dem Brot und ein Mal im Monat einen Fisch auf dem Teller. Ob das so bleibt, ist offen. Das Vegane reizt mich schon. Es ist ganz sicher kein Fehler und obendrein eine Herausforderung!

Aber jetzt zum (ganz einfachen) Rezept: Es sollte schnell gehen, lecker schmecken, gesund sein und eben auf tierische Bestandteile verzichten.

Verwendet wurde: Süßkartoffel, Zucchini, Chicoree, Zwiebel, Knoblauch, Mehl, Olivenöl, Wasser, Salz, Sojamilch, Gewürze.

  • Das Gemüse habe ich gewürfelt und in etwas Olivenöl im Wok gedünstet.
  • Die Sauce ist von der Art her eine klassische Mehlschwitze: Olivenöl, Wasser, Mehl und Sojasauce. In der Sauce habe ich die Zwiebeln geköchelt. Zum Abschmecken Salz, etwas Pfeffer, Majoran und Curry dazu.

Das war’s eigentlich schon. Zeitaufwand ca. 20 Minuten und oberlecker war’s!!!

Destruktives erkennen

Veröffentlicht: 09/12/2010 in Tagebuch

In der kommenden Zeit werde ich für mich eine tägliche Übung beginnen, auf deren Wirkung ich sehr gespannt bin:

Es ist unbetreitbar, dass Destruktivität – oder Gewalt – ein nahezu selbstverständlicher Teil unseres Alltags ist. Ich meine damit nicht nur die offensive Form, welche die Schlagzeilen der Medien beherrscht und von Krieg und Gewaltverbrechen erzählt, sondern vor allem auch die subtilen Formen innerhalb des eigenen Denkens und Handelns.

Es ist ebenso unbestreitbar, dass Gewalt eine Ausdrucksform von Angst ist. Angst ist wiederum ein Produkt des Denkens. Ich denke, Gewalt umfasst nicht nur körperliche Gewalt gegen sich und seine Umgebung, sondern auch alle Formen der Manipulation.

Meine Übung besteht darin, meine Sprache, meine Gedanken und Emotionen sehr genau zu beobachten, um festzustellen, inwieweit sie von Angst gefärbt sind und dementsprechend meine Sprache, mein Denken und mein Handeln beeinflussen. Es ist im Grunde eine meditative Übung.

  • Ein erster und einschneidender Schritt wird sein, Medieninhalte zu erkennen, die subtile oder gar offensive Gewalt beinhalten und diese Beiträge zu meiden.
  • Ein zweiter Schritt wird sein, sprachliche Gewaltanteile im Gespräch mit Menschen für mich bewusst zu machen:  Dazu gehören negative Prognosen, Verurteilungen, Schuldzuweisungen, Angstreaktionen.

Ich bin sicher, dass dabei vor allem im subtilen Bereich sehr viel Aufschlussreiches zutage tritt.

Diese Übung ist Teil dessen, was ich zuvor in meinem Blog Spiritualität und Politik über Selbstbesinnung geschrieben habe.

Achte auf deine Gedanken…

Veröffentlicht: 06/12/2010 in Zitate

Ein bekanntes Sprichwort aus dem Talmud:

„Achte auf deine Gedanken,

denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte,

denn sie werden deine Handlungen.

Achte auf deine Handlungen,

denn sie werden deine Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,

denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,

denn er wird dein Schicksal.“

Gedanken zur Ernährung

Veröffentlicht: 05/12/2010 in Tagebuch

Ein Guru sagt zu einem Vegetarier:
Wenn Du kein Fleisch isst, so willst Du Dich aus dem Kreis des Lebens ausschließen. Es kommt darauf an, in welchem Bewusstsein Du isst. Bist Du achtsam?
Fühlst Du in dem Moment, wo Du isst, daß Du das alles der Mutter Erde verdankst?
Doch was wäre die Erde ohne den Kosmos? Wenn Du isst, verdankst Du diesen Moment also allem, was jetzt in diesem Augenbklick ist…

So gesehen ist es nicht wichtig, was ich tue. Wichtig ist, wie ich es tue. Entscheidend ist die Gesinnung.

Indianische Büffeljagd:Wenn der Jäger seine Waffe anlegt, gibt es einen kurzen Moment der Stille.
In diesem Augenblick entscheidet sich, ob das Tier sein Einverständnis gibt, sein Leben hinzugeben.
Es kennt die Absichten des Jägers genau. Handelt dieser aus Liebe, wird es sich hingeben…

Habe ich wirklichen Bezug zu dem, was ich esse? Bin ich dankbar für die Ernte der Pflanze oder für das Erlegen des Tieres? Bin ich einverstanden mit der Art der Ernte oder der Art der „Jagd“? Bin ich mir jeweils der Folgen bewusst? Sehe ich das Tier in meinem Fisch-Filet oder in meinem Schnitzel?  Sehe ich auch die Pflanze als beseeltes Wesen und bin dankbar, dass sie sich für mich gibt?

„Nichts“ ist wirklich

Veröffentlicht: 28/11/2010 in Tagebuch

Klare Momente sind selten. Sie stellen sich für „mich“ oft beim Spazierengehen ein. Meist im Wald, weil „ich“ ihn liebe.

Wenn diese Momente geschehen, sind sie Glückserleben in Form einer inneren Befreiung in Leichtigkeit und Weite.

Dann weiß ich, dass „ich“ eine Erfindung meines Gehirns bin.

Für einen Moment sind dann eine Handbewegung, ein Lufthauch, ein Baum, ein Lächeln, ein Vogelzwitschern, mein Körper, meine Gedanken und alles andere auf dieser Welt verspielte Ausdrucksformen eines energetischen Tanzes, in dem nichts Bestand hat.

Bewusstsein ist selbst die stille, unbeteiligte Leinwand, auf der sich alles abspielt.

Freiheit und Verantwortung

Veröffentlicht: 30/10/2010 in Tagebuch

Oh ja, Freiheit ist mit sehr großer Verantwortung verbunden. Vielleicht wollen viele Menschen nicht frei sein, weil sie ahnen, dass es sie verantwortlich macht?

Vielleicht wollen viele Menschen auch deshalb nicht frei sein, weil sie sich vor Unsicherheit fürchten?

Aber gibt es denn überhaupt Sicherheit?

Lachen ist göttlich :-)

Veröffentlicht: 23/10/2010 in Tagebuch

Formloses Selbst

Veröffentlicht: 19/10/2010 in Tagebuch

So individuell, wie ich mich zu sein fühle, bin ich gar nicht und war ich nie. Dieses Individuelle ist eine Vorstellung, die mein Gehirn mit sehr großem Aufwand und Raffinesse erzeugt!

Mein individuelles „Selbst“ ist vielmehr ein form-und tonloses „WIR“. Es kann mit Gedanken nicht begriffen werden und Gefühle sind nur beschränkt imstande, es zu beschreiben: Warm, hell, geborgen, zuversichtlich, heiter, anmutig.

Individualität, die erinnert werden kann, bildet sich nur durch Erfahrungs-Geschichte.

Das Form- und Tonlose ist die Kraft, die mich jede Situation und jedes Ding mit liebevoller Bejahung betrachten lässt. Es kennt keinen Kampf,  keinen Unterschied, keine Sorge und keine Bedingung. Es ist immer da – in mir, um mich, an mir. Es ist in den Steinen, den Blüten, in Gedichten, in der Musik, in einem Blick.

Es verwandelt sich manchmal in die Kraft, die tiefes Vertrauen empfinden lässt, es zeigt sich geschmückt in Gefühlen der Liebe.

Es strebt immer nach vorne ohne zurück zu schauen. Es kennt keinen Verlust und braucht sich niemals auf.

Sobald ich an das Form- und Tonlose denke, ist es fort. Es teilt sich durch die Intuition des Herzens mit: Es hat seine eigene, stimmlose Sprache, die der Verstand niemals verstehen kann.

Leben und Tod

Veröffentlicht: 21/09/2010 in Tagebuch
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Tod ist nicht das Gegenteil von Leben. Tod ist das Gegenteil von Geburt. Leben ist die Dimension des Formlosen, aus der Formen geboren werden, sich wieder auflösen und ins Formlose zurückkehren.

Alle Formen verdecken im Grunde wahrhaftiges Leben, das auch als das Göttliche bezeichnet werden kann.

Freude, Wahrheit, Liebe

Veröffentlicht: 14/09/2010 in Tagebuch

Liebe ist die Sprache der Existenz. Freude ist ihr Klang, Wahrheit sind ihre Worte.