Geistesblitze

Veröffentlicht: 18/07/2013 in Tagebuch

Geistesblitze, unerwartete Erkenntnisse, plötzliche Eingebungen, spontane innere Bilder, gehören für mich zum Interessantesten und Faszinierendsten, was Herz und Hirn zu bieten haben. 
Meist ereignen sie sich in völlig banalen Situationen und haben enorm erhellende Intensität.

Gerade heute, als ich auf einem Feldweg vom Garten nachhause unterwegs war, kam mir ein Jogger entgegen, der wohl schon einiges an Wegstrecke hinter sich hatte. Er war völlig verschwitzt und in seinen Augen war eine Mischung aus Müdigkeit und starkem Ehrgeiz zu erkennen.
Die Begegnung dauerte nur weinige Sekunden. Als er an mir vorbei getrabt war, traf mich dieser Geistesblitz, den ich hier kurz beschreiben möchte:

Körper und und das eigene Selbstbild sind sich absolut fremd. Sie leben in komplett unterschiedlichen Welten. Das Selbstbild, das auch Ego genannt wird, ist ungeheuer stark und es überstrahlt die Intuition und es überstrahlt die Sprache des Körpers.
Es ist faszinierend, mit welch zäher Ausdauer der Körper ungehört und oft unbeachtet überleben kann! Er ist ein wirklich zähes Wesen!
Es ist ebenso faszinierend, dass wir Menschen trotz der autoritären Dominanz unseres Selbstbildes, manchmal doch noch einen Teil des von unserer Seele vorgegebenen Weges und ihrer Bestimmung zu verwirklichen imstande sind.
Sehr radikal formuliert ist das Selbstbild eine Art „geistiger Krebs“, der ein Eigenleben führt und auf die Kraftreserven des Körpers angewiesen ist und diese nicht selten aufbraucht.

Die Aura des Joggers vermittelte mir die krasse Trennung des Körpers vom Selbstbild. Sie vermittelte mir die Unvereinbarkeit zweier Welten.
Das Selbstbild erzeugt die Trennung von der Realität, die für ebendieses Selbstbild unerträglich ist, denn in der Erkenntnis wahrhaftiger Realität hat ein Selbstbild weder Bestand, noch irgendwelche Bedeutung.

Das Selbstbild ist, wiederum radikal formuliert, das Gegenteil der Realität.

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Je klarer mir wird, dass Glück ausschließlich in mir selbst zu finden ist und je weniger ich es im Außen suche, desto mehr Glück entsteht für mich im Außen.
Die schönen Dinge sind tatsächlich nicht aus sich selbst heraus schön, sondern Interpretationen meines augenblicklichen inneren Zustands.

Je glücklicher ich mich fühle, um so mehr schönen Dingen begegne ich.

Glück im Außen zu suchen, ist wie der Versuch, ein Fass ohne Boden zu füllen. Es wird nie voll und verlangt nach immer mehr.

Spontane Gedanken zu „Ego“….

Veröffentlicht: 13/01/2013 in Tagebuch

ego-shooter

„Ego“ ist ein höchst raffinierter Aspekt des Denkens. Nur Ego kann sich dafür entscheiden, sich selbst abzulehnen, zu bekämpfen und zu zerschlagen, um überleben zu können.

Indem es sich ablehnt, bekämpft und vorgibt sich zu zerschlagen, erhält es die Vorstellung voneinander getrennter und gegeneinander kämpfender Dinge und Formen aufrecht und geht gestärkt aus diesem Scheinkonflikt hervor.

Liebe verbindet sich…

Veröffentlicht: 04/11/2012 in Tagebuch
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Liebe verbindet sich mit dem, was die Wesen in ihrem Kern WIRKLICH SIND.
Liebe erkennt den Kern.

Liebe gibt nicht dem Bedeutung, was die Wesen offensichtlich TUN.

Leichtigkeit

Veröffentlicht: 04/11/2012 in Tagebuch

Einfach darf es sein!
Denken macht ganz schnell schwer und kompliziert, vor allem, wenn man sich unbemerkt mit den Bedeutungen der Dinge und Geschehnisse identifiziert.
Es ist leicht!!
Ich bin dankbar für Leichtigkeit. Es ist ein Hauch Glückseligkeit.

Ein frappierendes System…

Veröffentlicht: 03/11/2012 in Tagebuch

Ist es nicht ein beeindruckendes Konstrukt, dass der rationale Verstand lediglich mit der Vergangenheit hantiert, weil er ausschließlich Zugriff auf die Erinnerung an die Erfahrungen seiner persönlichen Geschichte hat?
Alles Neue, das jeden Augenblick geschieht, vergleicht der Verstand mit Inhalten aus seiner Erinnerung und gewährt es nur Gleichartigem hinzugefügt zu werden. Nicht Passendem verwehrt er den Zutritt. Er empfindet Neues als feindlich und gefährlich für seine Ordnung.

Durch dieses Muster weist die Evolution dem „Gruppentier“ Mensch seinen festen Platz unter Seinesgleichen zu.
Er übernimmt Traditionen der Gruppe, an denen er sein Denken und Handeln orientiert.
Er erinnert, wiederholt, festigt und trainiert einmal erlerntes Denken und Handeln und definiert dadurch seinen unverrückbaren Platz in dieser Welt.

Eingesponnen in diesen persönlichen Kokon, den er an vielen Berührungsstellen mit Seinesgleichen teilt, konnte er erst in die Lage kommen, seine tiefe Verbindung mit allem Lebendigen in dieser Welt in Vergessenheit geraten zu lassen.
Von da an lebte er in einer eigenen, kleinen, abgetrennten Welt, in der sich für ihn die bekannten Ereignisse stetig wiederholen.

Unüberlegtes Tun

Veröffentlicht: 07/10/2012 in Tagebuch

Inspiriert durch einen Abschnitt aus dem Buch „Gespräche mit Gott“ von N.D. Walsch:

Unüberlegtes Handeln ist einerseits spontan und oft intuitiv. Andererseits hat es keinen guten Ruf.
Wie oft hört man warnende Sätze wie:“Handle nicht unüberlegt!“ oder „Überlege dir das gut!“ oder „Sei nicht so kopflos!„?

Nehme ich die Warnungen ernst, gebe ich meinem gewohnten Denken wieder die Macht über mein Handeln.
Sehr oft ist gewohntes Denken von Angst gesteuert, denn es beinhaltet die Szenarien unerwünschter Konsequenzen und fast immer hat diese Angst ihren Ursprung in den ängstlichen Gedanken Anderer, auf deren Urteil ich mich immer bewusst oder unbewusst verlassen habe.
Ebenso oft dürfte mein gewohntes Denken unbewusst auch dem manipulativen Denken derer folgen, die von mir ein bestimmtes Verhalten erwarten.

Handle ich dann aus gewohntem Denken nicht irrtümlich im Glauben eigene Entscheidungen zu treffen? Sind dann meine Entscheidungen nicht eher die vorweggenommenen Entscheidungen Anderer, ohne dass ich es weiß?
Wem gestatte ich in dieser Weise mein Handeln zu kontrollieren? TV-Sendern mit Nachrichten, Werbung, Soaps? Politikern? Religiösen Eiferern?

Wie viel dessen, was ich tagsüber denke, sind meine eigenen Gedanken und wie viel davon sind vorgefertigte, mir unbewusst implantierte Gedanken?

Dazu passt dieses Zitat sehr gut: „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“

Was würde geschehen, wenn ich mein Handeln nicht der Angst überlasse?
Wie würde sich diese Welt entwickeln, wenn immer mehr Menschen immer weniger ihrem gewohnten, angstbesetzten Denken folgten?