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Spontane Gedanken zu „Freiheit“

Veröffentlicht: 23/12/2011 in Tagebuch
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„Ohne deine Vergangenheit bist du augenblicklich frei!“, hatte jemand gesagt und obwohl es zunächst sehr theoretisch anmutet, ist es auf den zweiten Blick doch absolut richtig.

Ist es denn aber überhaupt möglich, sich von seiner Vergangenheit zu befreien, wenn das Leben in der materiellen Welt ganz und gar auf Vergangenheit aufbaut. Könnten die Körper der Wesen überleben und sich entwickeln, wenn sie nicht lernen und auf Erfahrungen zurückgreifen könnten und sich auf diese Weise der Vergangenheit bedienten?

Wenn Freiheit eine Grundvoraussetzung für Frieden, Liebe und Glücklichsein ist, dann kann es kein Zufall sein, dass die Weisen aller Zeiten der Erfahrung von Gegenwärtigkeit so viel Wichtigkeit beimaßen und dies auch heute nachdrücklich tun.
Selbst Zukunft spielte für sie nie eine Rolle, da sie nichts weiter ist, als die Projektion der Vergangenheit.

Will mein Organismus, der so vom Hilfsmittel Vergangenheit abhängig sind, überhaupt Freiheit zulassen?
Freiwillig tut er es nicht. Verstand läuft der Gegenwart hinterher und bewegt sich bekanntermaßen ausschließlich in der Vergangenheit. Mit der reinen Gegenwart kann er nichts anfangen, weil ihm dort die Bezüge und Verknüpfungen zu vergangenen Erfahrungen und Lerninhalten fehlen. In der Gegenwart fühlt er sich ganz und gar unsicher.
Auch meine Zellen können nur überleben, weil sie sich an ihre Aufgaben erinnern und sich durch Erfahrungen an neue Gegebenheiten anpassen. Insofern ist Körperlichkeit immer von einem großen Stück Unfreiheit geprägt.

Für den Verstand bedeutet Gegenwart Unsicherheit. Für das Herz bedeutet Gegenwart Freiheit.

Vielleicht hat Freiheit gar nichts mit äußeren Umständen zu tun, sondern nur damit, wie ich die Umstände betrachte?
Freiheit bedeutet, eine Wahl zu haben.

Tatsächlich habe ich die Wahl, mich selbst und alle Dinge und Wesen mit meinem Herzen wahrzunehmen und für diese Momente die Freiheit der Gegenwärtigkeit zu erleben und Vergangenheit als ein Bündel aus Gedankenformen zu akzeptieren.
In diesen gegenwärtigen Momenten kommen die Kinder der Freiheit ans Licht: Frieden, Liebe und Glücklichsein.