Über mich

Ich habe mich zu diesem öffentlichen Tagebuch entschieden, um meine Erfahrungen mit Meditation mit anderen zu teilen.

In den 1970er-Jahren hatte ich erste, vorsichtige Berührungen mit Meditation. Meine Mutter besuchte damals Yoga-Kurse, was in dieser Zeit in bürgerlichen Kreisen Deutschlands noch eher ungewöhnlich war und sehr fremd anmutete. Über das Yoga vertiefte sich mein Kontakt mit östlichen Philosophien langsam immer mehr. Da tauchten Yin und Yang auf, das Tao. Da tauchten Menschen auf, die anders lebten, als ich das aus meiner gewohnten Umgebung kannte. Da tauchten Bücher auf, die ich zunächst nicht verstand. Alles erschien mir sehr fremd und vergeistigt, es zog mich aber wie magisch an.

Gegen Ende der 70er-Jahre kam ich über ein Buch (“Ganz entspannt im Hier und Jetzt“) des damaligen Stern-Reporters Jörg Andres Elten in Kontakt mit Bhagwan Shree Rajneesh, der im indischen Poona eine Art Meditationscamp unterhielt, das im Laufe der Jahre eine immer größer werdende Zahl von Menschen aus dem Westen anzog. Ein paar Monate später machte ich ein kleines Meditationscenter in meiner näheren Umgebung ausfindig, das von Sannyasins, den Schülern Bhagwan’s, betrieben wurde. Es dauerte noch ein paar weitere Monate, dann war ich unterwegs nach Rajneeshpuram in Oregon, wohin Bhagwan  mitsamt seines Meditationscamp’s von Poona aus mittlerweile umgezogen war.

Die Monate in Rajneeshpuram waren für mich die bis dahin lebendigsten und wertvollsten Monate meines Lebens. Ich traf dort Menschen aus aller Welt, jeden Alters, aller kultureller Herkunft und durfte erleben, was Gemeinschaft in ihrer schönsten Form bedeuten kann. Alter und Herkunft hatten keinerlei Bedeutung mehr.

Niemals zuvor hatte ich so viele liebevolle und innerlich schöne Menschen gesehen. Niemals zuvor hatte ich einen Menschen getroffen, der in seiner Wirkung so faszinierte, wie es Bhagwan tat. Der Blick in seine Augen war wie ein Blick in einen unendlich tiefen See, in dem ich mich selbst spiegelte.

In Rajneeshpuram lernte ich die unterschiedlichsten Meditationstechniken kennen, machte Bekanntschaft mit verschiedenen Themen rund um Spiritualität und hatte meine ersten sehr tiefgehenden meditativen Erlebnisse, die mein Leben grundsätzlich verändern sollten.

Nach der Zeit in Rajneeshpuram war mir klar geworden, dass Spiritualität keine Spinnerei vergeistigter und weltabgewandter Exoten ist, sondern ein in der westlichen Welt unterdrückter und verschütteter, grundlegender, alles verbindender, menschlicher Wesenszug ist. In der Spiritualität – so könnte man es formulieren – findet Leben in seiner intensivsten und lebendigsten Form statt.

Nach meiner Rückkehr aus Rajneeshruram (heute befindet sich das Camp wieder in Poona), folgten für mich in Deutschland Jahre in Wohngemeinschaften zusammen mit Sannyasins und es reihten sich etliche Meditationsseminare und Selbsterfahrungskurse aneinander.

Bis heute ist Spiritualität im Alltag für mich zu einem Slogan geworden, der für mich gleichzeitig eine Berufung darstellt. Die Entwicklung der Welt, der Umgang der Menschen untereinander und ihr Selbstverständnis sind an einen Punkt gekommen, an dem ein grundlegender Wandel bevorsteht. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Wandel zu einem neuen Verständnis der Zusammenhänge in dieser Welt und zu einem neuen Selbstverständnis der Menschen führen wird, der vom Materialismus des endenden Fische-Zeitlalters in eine Phase der inneren und äußeren Erneuerung führt, die mit dem Wassermann-Zeitalter beginnt.

Mit noch vorsichtigen und tastenden Schritten bin ich auf dem Weg, Spiritualität im Alltag immer weiter und tiefer wachsen zu lassen und auch andere Menschen daran teilhaben zu lassen.

Mit Awareness-Walk, dem Meditativen Gehen, biete ich bereits kleine Workshops an, die eine Einstimmung in Meditation bieten.

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