Der innere, leere Raum

Posted: 06/11/2011 in Tagebuch

Lenke ich mein Bewusstsein auf den inneren Raum hinter meinen Gedanken, Vorstellungen, Erinnerungen und Gefühlen und lasse ich die Interpretation meines Verstandes zu allen Objekten als flüchtige innere Bewegung unberührt vorüberziehen, beginnt sich Wahrnehmung zu einer wunderbaren Freiheit und Leichtigkeit zu entfalten.

Mit “Objekten” meine ich sowohl feste und greifbare, körperliche, äußere Objekte, als auch gedankliche und emotionale, innere Objekte. Beides, feste Dinge, als auch Gedanken, sind manifeste Formen.

Aus der Perspektive des inneren, leeren Raums sind die genannten Objekte ebenso vorhanden, aber sie unterliegen nicht der Hierarchie und Bedeutung, in die sie der Verstand des geläufigen Tagesbewusstseins zwingt.

Hierarchie und Bedeutung machen Objekte zu guten oder schlechten Objekten und zu mehr oder weniger geliebten Dingen, Gedanken oder Gefühlen.

Aus der Perspektive des inneren, leeren Raums sind sie einfach da, ohne dass ich in einer bestimmten räumlichen oder bewertenden Beziehung zu ihnen stehe. Sie sind gleichwertig und doch vielfältig und aus dem selben Stoff in unterschiedlicher Konzentration und in unterschiedlicher Schwingung.

Ich selbst, als formloser Beobachter, bin die Wahrnehmung all dessen, was ist.

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