Innere und äußere Gedanken

Posted: 03/09/2011 in Tagebuch

Ganz sicher sind unsere Gehirne viel weniger individuell, als wir gemeinhin annehmen. Ganz sicher agiert und reagiert die menschliche Psyche zu einem großen Anteil kollektiv. Könnte das sein? Dieser kollektive Anteil ist der unbewusste Teil des Denkens, ebenso, wie der unbewusste Anteil des Denkens die Realität erschafft. Es sind die unbewussten Gedanken, die einem bewussten Gedanken Pate stehen und ihn maßgeblich beeinflussen.

Daher denke ich, dass es wesentlich wichtiger ist, die eigenen inneren Strukturen zu erforschen und zu durchleuchten, als die äußeren Strukturen (die man “Welt” nennt) verändern zu wollen. Das Äußere ist die Konsequenz des Inneren.

Je mehr Menschen ihre innere Welt erkennen und verstehen, desto mehr werden sie andere Menschen verstehen und desto mehr werden sie verstehen, warum die äußere Welt so ist wie sie ist…

Kommentare
  1. Waelti sagt:

    Nun, der Beitrag verwirrt meine Gedanken sehr ;)

    Ich meine ein bisschen zu verstehen.

    Dabei passen allerdings einige Kleinigkeiten nicht ganz in mein/das Schema.

    Das “Innere und äußere Gedanken” muss ich, für mich, umformulieren: “Gedanken über das Innere und das Äußere”. Etwa.

    Im ersten Absatz heißt es, gar zwei Mal, “Ganz sicher”.
    “Ganz sicher sind unsere Gehirne viel weniger individuell…”. Nun, mir reicht der, wieder für mich selbst, umformulierte Satz: “Unsere Gehirne sind viel weniger individuell…”.

    Weil, da bin ich kleinlich, zwei Mal “Ganz sicher” und, daran anschließend, “Könnte das sein?”, das passt nicht.

    Jedenfalls habe ich mir meine Gedanken gemacht ;)

    • papamojo sagt:

      Du gehst sehr akkurat mit Worten um, das gefällt mir.

      Mit “Inneren und äußeren Gedanken” meinte ich Folgendes:
      “Äußere” Gedanken empfinde ich als diejenigen, deren ich mir bewusst bin. Ich kann sie beschreiben und habe sie im Tagesbewusstsein klar vor Augen.

      Als “Innere” Gedanken möchte ich Gedanken bezeichnen, die im mehr oder minder Unbewussten der Ursprung “Äußerer” Gedanken sind.

      Warum die Formulierung “Ganz sicher…”?
      Der äußere Gedanke dazu lautet, dass ich von meiner Aussage überzeugt bin. Der innere Gedanke dazu kann lauten, dass ich mich eigentlich gar nicht festlegen will. Ich vermute innerhalb meines äußeren Gedankens ein Denkmuster, das mich möglicherweise über die Wahrheit täuscht.

      • Waelti sagt:

        Hm, akkurat. Ja, wahrscheinlich. Worte sind die wichtigste Verbindung in meiner Welt. Vielleicht würde ich auf Asperger oder so was diagnostiziert, schließe ich nicht aus. Es kommt schon mal bei Artikeln vor, dass ich gerne kommentieren würde, das aber nicht “geht”. Eben wegen dem Inhalt den ich kommentieren möchte.

        Rekursion? Siehe Rekursion…
        … das ist möglicherweise nicht oder nicht einfach nachzuvollziehen. Würde mich nicht wundern, ich habe das die letzten Jahrzehnte recht häufig erlebt.

        Äußere/Innere Gedanken sind dann für mich Großhirnrinde/Amygdala. Die Amygdala lediglich stellvertretend. (Reptiliengehirn etc.)

        Der letzte Absatz beschäftigt mich noch ein Weilchen. Ich meine zu verstehen. Wobei ich auch hier wieder auf bereits bekanntes zurückgreifen muss. Die “Wahrheit” verbinde ich mit Wahr-nehmen von Vera Birkenbihl. Etwas für Wahr nehmen.

        Sehr ungewohnt für mich. Recht kurzer Artikel und Kommentar. Trotzdem habe ich das Gefühl das nochmal alles analysieren zu müssen.

        Das passiert mir nicht oft. Macht Spaß, Thx!

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